Die Scheibe wickelt den Faden von der dünnen Achse ab: potentielle Energie geht in Bahnbewegung und Drehung, a = g / (1 + I/(M r²)).
Zum Modell
Das Maxwellsche Rad ist eine Scheibe auf einer Achse; der Faden ist auf eine Achse mit kleinem Radius r gewickelt. Beim Abstieg bewegt sich der Schwerpunkt translatorisch, die Scheibe dreht sich: v = ω r, sofern kein Gleiten auftritt. Aus dem Energieerhaltungssatz (oder aus der Dynamik) folgt die Schwerpunktsbeschleunigung a = g / (1 + I/(M r²)), wobei I das Trägheitsmoment bezüglich des Mittelpunkts ist. Für eine Vollscheibe gilt I = ½ M R², daher geht ein Teil der Abnahme von mgh in Iω²/2, und |a| < g. Der Faden ist masselos, Gleiten fehlt. Die Umkehr am unteren Punkt ist auf dem Bildschirm stilisiert, kein Stoß gegen den Boden.
Für wen: Oberstufe und Hochschulmechanik: Rotationsenergie, Trägheitsmoment, Zwangsbedingung v = ωr.
Wichtige Begriffe
Maxwellsches Rad
Trägheitsmoment
kinematische Zwangsbedingung
Energieerhaltungssatz
Rotationsenergie
So funktioniert es
Die Scheibe wickelt den Faden von der Achse des Radius r ab: der Mittelpunkt sinkt, die Scheibe läuft an, v = ω r. Die Abnahme von mgh teilt sich auf mv²/2 und Iω²/2, daher a = g / (1 + I/(M r²)) < g. Für eine Vollscheibe gilt I = ½ M R². Die Umkehr unten ist auf dem Bildschirm stilisiert.
Häufige Fragen
Warum ist die Beschleunigung kleiner als g?
Die Abnahme von mgh teilt sich auf mv²/2 des Schwerpunkts und Iω²/2 der Rotation. Die Bindung v = ω r lässt nicht die ganze Energie in die Bahnbewegung gehen, daher a = g / (1 + I/(M r²)) < g.
Warum fällt die Beschleunigung, wenn der Scheibenradius R größer wird?
Bei festem Achsradius r vergrößert wachsendes R das Trägheitsmoment I = ½ M R². Pro Meter Abstieg geht mehr Energie in die Rotation, die Bahnbeschleunigung nimmt ab.
Wird die Masse des Fadens berücksichtigt?
Nein: der Faden ist leicht, auf der Achse gibt es kein Gleiten.