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Startseite/Thermodynamik/Schwarzer Körper: Planck-Spektrum

Schwarzer Körper: Planck-Spektrum

Spektrale Strahldichte B_λ(λ,T) nach Planck; Wiensches Verschiebungsgesetz λ_max ∝ 1/T; Stefan–Boltzmann-Gesetz M = σT⁴ und numerisches Integral ∫πB_λ dλ.

Temperatur

5778 K

Vorlagen

Plancksches Gesetz B_λ(T): λ_max nach Wien (λ_max T ≈ 2,898×10⁻³ m·K; λ hier in nm). M = σT⁴, σ ≈ 5,67×10⁻⁸ W·m⁻²·K⁻⁴. Grafik: λ = 50–3500 nm, B_λ auf 1 in diesem Fenster normiert. Der cyanfarbene Strich ist λ_max, wenn es im Fenster liegt; sonst die Marke am Rand (wahres λ_max in der Tabelle rechts).

Gemessene Größen

λ_max (Wien)501.5nm
M = σT⁴63.201MW/m²
∫πB_λ dλ (50–3500 nm)62.315MW/m²
∫ über das Fenster / σT⁴98.6%
B_λ im Maximum des Fensters (SI)2.636e+13W·sr⁻¹·m⁻³

Diagramme

Zum Modell

Ein schwarzer Körper strahlt nach dem Planckschen Gesetz: die spektrale Strahldichte B_λ(T, λ) hängt nur von der Temperatur und der Wellenlänge ab. Das Wiensche Verschiebungsgesetz legt die Wellenlänge des Maximums fest: λ_max T ≈ 2,898×10⁻³ m·K. Das Stefan–Boltzmann-Gesetz gibt die gesamte spezifische Ausstrahlung M = σT⁴, σ ≈ 5,67×10⁻⁸ W·m⁻²·K⁻⁴. In der Grafik wird B_λ auf das Maximum in einem festen λ-Fenster normiert, damit sich die Form bei verschiedenen T vergleichen lässt; ein senkrechter Strich markiert das theoretische λ_max. Das Integral von πB_λ nach der Trapezregel über dasselbe Fenster wird mit σT⁴ verglichen — so sieht man, welcher Leistungsanteil in den gewählten Bereich fällt.

Für wen: Kurs zur Wärmestrahlung, Einführung in die Astrophysik (Sternfarben), technische Wärmeübertragung.

Wichtige Begriffe

  • Plancksches Gesetz
  • Wiensches Verschiebungsgesetz
  • Stefan–Boltzmann-Gesetz
  • spektrale Strahldichte
  • schwarzer Körper

So funktioniert es

Das Plancksche Gesetz gibt die spektrale Strahldichte B_λ eines schwarzen Körpers. Das Maximum von B_λ wandert mit wachsender T zu kurzen Wellen (Wiensches Gesetz). Das Integral über alle Wellenlängen liefert die gesamte spezifische Ausstrahlung M = σT⁴ (Stefan–Boltzmann-Gesetz). Die Kurve in der Grafik ist im gewählten λ-Fenster normiert; das numerische ∫πB_λ dλ von 50–3500 nm wird mit σT⁴ verglichen.

Wichtige Gleichungen

B_λ = (2hc²/λ⁵) / (e^{hc/(λkT)} − 1)
λ_max T ≈ 2.898×10⁻³ m·K · M = σT⁴

Häufige Fragen

Warum wird das Spektrum in der Grafik normiert?
B_λ ändert sich bei einem Wechsel von T um viele Größenordnungen. Die Normierung auf das Maximum im gezeigten λ-Bereich hält die Kurve auf dem Bildschirm und bewahrt Form und Wien-Marke.
Warum stimmt ∫πB_λ dλ in der Grafik nicht mit σT⁴ überein?
σT⁴ ist das Integral von πB_λ über alle Wellenlängen von null bis unendlich. Hier wird nur von 50 nm bis 3500 nm integriert, daher bleibt das Verhältnis unter 100 %, solange ein merklicher Leistungsanteil außerhalb dieses Fensters liegt.
Ist der Farbstreifen das, wie ein schwarzer Körper „aussieht“?
Eine grobe Mischung der sichtbaren Wellenlängen mit dem Gewicht B_λ bei der gewählten T. Sehen und der Farbumfang des Bildschirms sind komplizierter, aber die Tendenz stimmt: kälter — röter, heißer — weißer und blauer.