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Startseite/Thermodynamik/Wärmeübertragung

Wärmeübertragung

Wärmeleitung auf dem Gitter, horizontaler Transport und Abkühlung durch Strahlung oder nach Newton bei vorgegebenen Temperaturrändern.

Wärmeleitung (Fourier)

0.45
1
0

Konvektion und Strahlung

0
0
0

Tastenkürzel

  • •Leertaste oder Enter — Temperaturfeld zurücksetzen
  • •R — Pause / Fortsetzen

Gemessene Größen

Gitter120×72
α (Modell)0.45

Zum Modell

Wärmeübertragung ist der Energietransport von der wärmeren zur kälteren Gegend: Wärmeleitung, Konvektion und Strahlung. Fouriersches Gesetz: Stromdichte q = −k ∇T. Konvektion in der Lehrfassung — Newtonsches Abkühlungsgesetz q = h A ΔT; Strahlung — Stefan-Boltzmann-Gesetz P = ε σ A (T⁴ − T_Umg⁴). Auf dem zweidimensionalen Gitter wird die Wärmeleitungsgleichung ∂T/∂t = α∇²T mit heißem und kaltem vertikalem Rand gelöst. Ein horizontaler „Wind“ verschiebt das Feld (Advektion); Strahlung gibt nichtlineare Abkühlung, Newton-Abkühlung ist linear in (T − T_Umg). Die Stoffeigenschaften sind konstant, die Hydrodynamik wird nicht gelöst — qualitatives Bild im Differenzenverfahren, keine Strömungsrechnung.

Für wen: Mittelstufe bis Oberstufe und Studienbeginn: Mechanismen der Wärmeübertragung, Fouriersches Gesetz, Newtonsches Abkühlungsgesetz.

Wichtige Begriffe

  • Wärmeleitung
  • Konvektion
  • Strahlung
  • Fouriersches Gesetz
  • Stefan-Boltzmann-Gesetz
  • Newtonsches Abkühlungsgesetz
  • Temperaturleitfähigkeit

So funktioniert es

Zweidimensionale Wärmeleitungsgleichung auf dem Gitter: ∂T/∂t = α∇²T mit festen heißen und kalten vertikalen Rändern und schwacher Kopplung oben und unten. Konvektion verschiebt das Temperaturfeld horizontal (Advektion im Sinn einer Rohrströmung). Strahlung addiert nichtlineare Abkühlung zur mittleren Temperatur; Newton-Abkühlung hängt linear von (T − T_Umg) ab. Ein Klick auf die Fläche setzt einen Wärmeimpuls. Qualitative Demonstration im Differenzenverfahren, kein Strömungslöser.

Wichtige Gleichungen

∂T/∂t = α∇²T + Advektion + Abkühlung
Fourier: q = −k ∇T (hier diskreter Laplace-Operator)

Häufige Fragen

Warum hängt die Strahlung von der vierten Potenz der Temperatur ab?
Das Stefan-Boltzmann-Gesetz (P ∝ T⁴) folgt aus dem Spektrum des schwarzen Körpers. Eine Verdopplung der absoluten Temperatur erhöht die abgestrahlte Leistung um den Faktor 16. Deshalb vernachlässigt man Strahlung bei Zimmertemperatur oft, in Öfen und bei Sternen wird sie zum Hauptmechanismus.
Worin unterscheidet sich die Newton-Abkühlung von der Strahlung auf dem Gitter?
Die Newton-Abkühlung ist linear in der Differenz (T − T_Umg). Die Strahlung ist nichtlinear: der Beitrag wächst mit der Temperatur viel schneller. Auf dem Gitter sind beide Terme phänomenologisch zur Wärmeleitungsgleichung addiert, ohne Spektrum und Strömung zu rechnen.
Was bewirkt der horizontale „Wind“?
Er verschiebt das Temperaturfeld längs des Gitters (Advektion) — ein Lehrbild des konvektiven Transports. Das ist keine Lösung der Navier-Stokes-Gleichungen: die Geschwindigkeit ist vorgegeben, nicht aus der Hydrodynamik bestimmt.
Stoppt Vakuum jede Wärmeübertragung?
Vakuum nimmt Wärmeleitung und Konvektion weg: die brauchen ein Medium. Strahlung braucht keines — so wärmt die Sonne die Erde. Auch ein guter Wärmeisolator muss den Strahlungsaustausch berücksichtigen, oft durch reflektierende Oberflächen mit kleinem Emissionsgrad.