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Startseite/Thermodynamik/Brownsche Bewegung

Brownsche Bewegung

Schweres Teilchen mit zufälligen Stößen und Reibung; Bahn und Zeitabhängigkeit des mittleren Verschiebungsquadrats ⟨r²⟩.

Modell

0.85
0.985
1×

Ein schweres Teilchen wandert unter zufälligen Stößen. Bei reiner Diffusion wächst ⟨r²⟩ linear mit der Zeit, ⟨r²⟩ = 4Dt in 2D (grüne Linie — qualitative Orientierungshilfe).

Gemessene Größen

Kumuliertes ⟨r²⟩0.000
Zeit0.0 s

Zum Modell

Brownsche Bewegung ist die ungeordnete Verschiebung eines schweren Teilchens in einer Flüssigkeit durch Molekülstöße. Die Langevin-Gleichung: m r̈ = −γ ṙ + F_zuf(t), wobei γ der Reibungskoeffizient ist (für eine Kugel das Stokessche Gesetz γ = 6πηR). Im Grenzfall starker Reibung gilt in 2D ⟨r²⟩ = 4Dt, Diffusionskoeffizient D = k_B T/γ (Einstein-Smoluchowski). Auf dem Bildschirm die Bahn in der Kreisscheibe und das Wachstum des mittleren Verschiebungsquadrats; die Zufallskraft sind diskrete unkorrelierte Stöße, keine Molekulardynamik. Stoßstärke und Reibung legen eine effektive Temperatur und D fest.

Für wen: Oberstufe, kinetische Gastheorie und Hochschul-Statistik: Diffusion und Einstein-Relation.

Wichtige Begriffe

  • brownsche bewegung
  • langevin-gleichung
  • mittleres verschiebungsquadrat
  • diffusionskoeffizient
  • stokessches gesetz
  • einstein-smoluchowski-relation
  • grenzfall starker reibung

So funktioniert es

Die Brownsche Bewegung verbindet molekulare Stöße mit makroskopischer Diffusion. Langevin-Gleichung in der Kreisscheibe: Zufallsstöße plus Reibung; die Trägheit ist oft klein (starke Reibung). Für reine Diffusion in 2D gilt ⟨r²⟩ = 4Dt, wobei D = k_B T/γ. Auf dem Bildschirm die Bahn und der gleitende Mittelwert ⟨r²⟩(t); die grüne Gerade ist eine qualitative Orientierungshilfe, keine Molekulardynamik.

Häufige Fragen

Warum ist die Bahn so eckig, wenn die Mechanik determiniert ist?
Das Teilchen wird von unsichtbaren Flüssigkeitsmolekülen ungeheuer oft pro Sekunde getroffen. Jeder Stoß gibt einen winzigen unvorhersehbaren Impuls; die Summe der Stöße wirkt wie eine Zufallskraft. Die Bahn eines einzelnen Teilchens ist unvorhersagbar, obwohl die Statistik des Ensembles regelmäßig ist.
Was bedeutet das lineare Wachstum von ⟨r²⟩ mit der Zeit?
Das ist normale Diffusion: die typische Verschiebung wächst wie √t. Die Steigung der Geraden hängt mit dem Diffusionskoeffizienten D zusammen. Steilere Steigung — schnellere Diffusion: höheres T (stärkere Stöße) oder weniger Reibung.
Sieht man die Stöße einzelner Moleküle?
Nein. Reale Stöße sind zu häufig und zu schwach für eine direkte Rechnung. In einem Zeitschritt werden viele Treffer zu einem Zufallsimpuls zusammengefasst — grobkörniges Langevin-Schema, keine Molekulardynamik.
Wie hängt das mit der Temperatur zusammen?
Die Temperatur legt die mittlere kinetische Energie der Moleküle der Umgebung fest. Im Modell bedeutet höheres T stärkere Zufallsstöße. Nach Einstein gilt D = k_B T/γ, daher erkundet das Teilchen den Raum schneller.