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Startseite/Klassische Mechanik/Brückenresonanz (eine Mode)

Brückenresonanz (eine Mode)

Eine Biegemode des Feldes als gedämpfter Oszillator: Sweep der Erregerkreisfrequenz ω um √(k/m). Voreinstellungen „Schritt“ und kleines ζ.

Ein modaler Freiheitsgrad (Vereinfachung)

24000 kg
4200000 N/m
12000 N·s/m
28000 N
0.55 rad/s

Anfangsbedingungen

0 m
0 m/s

Gelbe Pfeile: phasengleiche harmonische Erregung (Idealisierung). Ein wirklicher Gleichschritt ist eine Folge von Impulsen; Wind kann Torsion und Flattern anregen — eine Sinusschwingung mit einem Freiheitsgrad beschreibt das nicht.

Tastenkürzel

  • •Leertaste oder Eingabe — Start
  • •R — Zurücksetzen

Gemessene Größen

ω₀ = √(k/m)13.2288 rad/s
f₀ = ω₀/(2π)2.1054 Hz
Dämpfungsgrad ζ0.0189
Theor. stationäre A(ω)0.00668 m
≈ Amplitude (letzte Perioden)0.00000 m
x0.0000 m
t0.00 s

Diagramme

Zum Modell

Die Brückenresonanz einer einzigen Biegemode des Feldes wird als gedämpfter harmonischer Oszillator angenähert. Eine Sinuskraft steht für eine schmalbandige Last — schulisch für rhythmische Fußgängerlast oder vereinfachten Wind. Die stationäre Amplitude in Abhängigkeit von der Erregerfrequenz zeigt einen Resonanzpeak nahe der Eigenfrequenz der Mode; der Dämpfungsgrad ζ bestimmt Breite und Höhe des Peaks.

Für wen: Einführung in Schwingungen und Baudynamik; Eigenfrequenz f₀ ablesen und mit der Erregerfrequenz vergleichen.

Wichtige Begriffe

  • Resonanz
  • Eigenfrequenz der Mode
  • Dämpfungsgrad
  • harmonische Erregung
  • stationäre Amplitude

So funktioniert es

Das Feld ist durch eine Biegemode ersetzt: mẍ + bẋ + kx = F₀ cos(ωt). Eigenkreisfrequenz ω₀ = √(k/m); die stationäre Amplitude A(ω) hat ein Maximum nahe ω₀, umso schärfer, je kleiner ζ = b/(2√(km)). Auf dem Bildschirm: Durchbiegung und Graph x(t). Schrittrhythmus und Wind sind hier nur eine Harmonische; Torsion und Flattern gehören nicht dazu.

Wichtige Gleichungen

mẍ + bẋ + kx = F₀ cos(ωt), ω₀² = k/m
A = (F₀/m) / √((ω₀² − ω²)² + (bω/m)²) — Peak von Lorentz-Form bei ζ ≪ 1

Häufige Fragen

Warum ist die Amplitude maximal, wenn die Erregerfrequenz nahe bei √(k/m) liegt?
Das ist Resonanz: die Erregerkraft speist dauernd Energie im Takt der Eigenmode. Die stationäre Amplitude A(ω) hat ein Maximum nahe ω₀ = √(k/m); je kleiner die Dämpfung, desto schärfer und höher der Peak.
Was bewirkt der Dämpfungsgrad ζ?
Er legt Breite und Höhe des Resonanzpeaks fest. Bei kleinem ζ ist die Amplitude bei ω₀ sehr groß, fern der Resonanz fast wie ohne Reibung. Größeres ζ verbreitert den Peak und senkt das Maximum.
Erklärt dieses Modell den Einsturz der Tacoma-Narrows-Brücke?
Für sich genommen nein. Der Einsturz 1940 hängt mit einer Torsionsmode und aerodynamischen Kräften (Flattern) zusammen, nicht mit der Resonanz einer einzigen Biegemode auf der Schrittfrequenz. Die Lehre bleibt dieselbe: man soll eine Konstruktion nicht lange auf ihrer Eigenfrequenz anregen.