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Startseite/Klassische Mechanik/Gekoppelte Schwingungen

Gekoppelte Schwingungen

Zwei Massen und drei Federn: Normalschwingungen ωₛ, ωₐ und Schwebungen.

Federn und Massen

1.2 kg
28 N/m
14 N/m

Anfangsbedingungen

0.1 m
0.1 m
0 m/s
0 m/s

Eine symmetrische Anfangsbedingung (1,1) erregt vor allem ωₛ (in dieser Mode ist die mittlere Feder ungedehnt). (1,−1) liefert ωₐ. Ein unsymmetrischer Start mischt beide Moden — die Energie „schwappt“ (Schwebungen).

Tastenkürzel

  • •Leertaste oder Eingabe — Start
  • •R — Zurücksetzen

Gemessene Größen

ω_sym = √(k/m)4.8305rad/s
ω_anti = √((k+2K)/m)6.8313rad/s
T_sym1.301s
T_anti0.920s
x₁0.1000m
x₂0.1000m
t0.00s

Diagramme

Zum Modell

Gekoppelte Schwingungen — zwei gleiche Massen zwischen zwei äußeren Federn der Federkonstante k und einer mittleren Feder der Federkonstante K. Die Gleichungen: mẍ₁ = −k x₁ − K(x₁ − x₂), mẍ₂ = −k x₂ − K(x₂ − x₁). Die Bewegung zerlegt sich in Normalschwingungen: die symmetrische (Massen gemeinsam, mittlere Feder undeformiert) mit ωₛ = √(k/m) und die antisymmetrische (gegeneinander) mit ωₐ = √((k + 2K)/m). Sind alle drei Federn gleich (K = k), folgt das bekannte ωₐ = √(3k/m). Ein beliebiger Start ist Superposition der Moden; bei nahen Frequenzen sieht man Schwebungen: die Energie wandert langsam von einer Masse zur anderen. Die Federn sind hookesch, Dämpfung fehlt, die Bewegung ist eindimensional.

Für wen: Gymnasium (Leistungskurs) und erstes Semester: Normalschwingungen, Schwebungen, gekoppelte Schwingungen zweier Massen.

Wichtige Begriffe

  • gekoppelte Schwingungen
  • Normalschwingungen
  • Schwebungen
  • Hookesches Gesetz
  • symmetrische Mode
  • antisymmetrische Mode
  • Superposition

So funktioniert es

Zwei gleiche Massen stehen zwischen äußeren Federn der Federkonstante k und sind durch die mittlere Feder K verbunden. Die Eigenfrequenzen: ωₛ = √(k/m) (Massen gemeinsam) und ωₐ = √((k + 2K)/m) (gegeneinander). Ein beliebiger Start ist Superposition der Moden; in den Graphen x₁(t) und x₂(t) sieht man Schwebungen.

Wichtige Gleichungen

mẍ₁ = −k x₁ − K(x₁ − x₂)  ·  mẍ₂ = −k x₂ − K(x₂ − x₁)
ωₛ = √(k/m)  ·  ωₐ = √((k + 2K)/m)

Häufige Fragen

Warum gibt es bei zwei Massen genau zwei Normalschwingungen?
So viele, wie Freiheitsgrade: zwei Massen, jede längs einer Achse. Jede andere Bewegung ist eine Linearkombination der symmetrischen und der antisymmetrischen Mode.
Was sind Schwebungen?
Langsames Hin- und Herwandern der Energie, wenn zwei Moden mit nahen Frequenzen zugleich erregt sind. Lenkt man eine Masse aus und lässt die andere in Ruhe, sind beide Moden dabei; die Schwebungsfrequenz ist |ωₐ − ωₛ|.
Wie erregt man nur eine Mode?
Lenken Sie beide Massen gleich aus — die mittlere Feder arbeitet nicht, es bleibt ωₛ. Lenken Sie sie um denselben Betrag gegeneinander aus — vor allem ωₐ. Die Vorlagen in der Leiste setzen genau diese Anfangsbedingungen.
Wo gibt es sonst gekoppelte Schwingungen?
Zwei Pendel an einer gemeinsamen Feder, Atome im Gitter, gekoppelte Schwingkreise, Bindungen im Molekül. Normalschwingungen sind die gemeinsame Sprache solcher Systeme.