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Startseite/Ingenieurwesen/Wurzelortskurve: 1 + K·G(s) = 0

Wurzelortskurve: 1 + K·G(s) = 0

Derselbe Pol-Nullstellen-Editor: Bahnen der geschlossenen Pole bei logarithmischem Durchlauf von K, Asymptoten und Abschnitt auf der reellen Achse; Wurzeln nach Durand–Kerner beim aktuellen K.

Strecke G(s) und Kreisverstärkung K

1
2.5
40

Charakteristisch: D(s) + K · g₀ · N₀(s) = 0, wobei D = ∏(s−p), N₀ = ∏(s−z).

Pole
0.00
-2.00
Nullstellen
-3.00

Tastenkürzel

  • •Umschalt+Klick löscht den nächsten Pol oder die nächste Nullstelle. Nullstellen sind gesperrt, wenn deg N ≥ deg D würde (unzulässiges G).

Gemessene Größen

deg D, deg N2, 1
Eigentlich?ja
Pole des geschlossenen Kreises in der RHE1

Zum Modell

Die Wurzelortskurve zeigt, wie sich die Pole des geschlossenen Kreises bewegen, wenn die Kreisverstärkung geändert wird. Negative Einheitsrückführung mit der skalaren Strecke G(s) = g₀ ∏(s − z_i) / ∏(s − p_j) — derselbe Klick in die s-Ebene wie im Bode/Nyquist-Labor. Die charakteristische Gleichung des Kreises ist 1 + K G(s) = 0, in Polynomform D(s) + K g₀ N₀(s) = 0, wobei D und N₀ monische Polynome aus der Liste der Pole und Nullstellen sind. Der logarithmische Durchlauf von K ergibt farbige Streckenzüge — eine diskrete Skizze der Wurzelortskurve. Bei deg D > deg N werden Asymptoten (Schwerpunkt und Winkel) und der Abschnitt auf der reellen Achse nach der Regel „ungerade Zahl reeller Pole und Nullstellen rechts“ gezeichnet. Die Wurzeln bei jedem K sucht die Durand–Kerner-Iteration am monischen Polynom; zwischen den Schritten dient der Wurzelvektor des vorigen K und eine gierige Zuordnung, damit die Äste visuell stetig bleiben (das ist Zeichnung, kein Ersatz für den Beweis nach Evans). Der Schieberegler des aktuellen K rechnet die Wurzeln mit Startwert vom nächsten Durchlaufschritt; goldene Ringe markieren diese Wurzeln, der Zähler die Pole des geschlossenen Kreises in der RHE zur schnellen Instabilitätsschätzung.

Für wen: Klassische Regelungstechnik: Wurzelortskurve nach Evans, derselbe Pol-Nullstellen-Editor wie bei Bode/Nyquist.

Wichtige Begriffe

  • Wurzelortskurve
  • charakteristische Gleichung
  • Einheitsrückführung
  • Pole und Nullstellen der offenen Kette
  • Asymptoten
  • Regel der reellen Achse
  • Durand–Kerner
  • Stabilität des geschlossenen Kreises

So funktioniert es

1 + K·G(s) = 0 bei G = g₀∏(s−z)/∏(s−p) ist D + K g₀ N₀ = 0; der Durchlauf über log K und Durand–Kerner skizzieren die Äste, Asymptoten und reelle Achse sind die klassischen Hinweise nach Evans; die Zuordnung der Wurzeln zwischen den Schritten dient der Linienstetigkeit, nicht dem Beweis.

Wichtige Gleichungen

1 + K G(s) = 0 ⟺ D(s) + K g₀ N₀(s) = 0
σ_a = (Σ p_i − Σ z_i) / (n − m), θ_k = (2k+1)π / (n − m)

Häufige Fragen

Warum „springt“ die farbige Linie manchmal zwischen den K-Schritten?
Äste der Ortskurve können sich kreuzen oder fast zusammenfallen; die gierige Zuordnung der Wurzeln zwischen benachbarten K vertauscht dann manchmal ein Paar in einem Schritt. Erhöhen Sie das maximale K der Zerlegung oder verfolgen Sie gedanklich längs σ; für Druckqualität braucht man eine echte Astverfolgung, nicht diese schulische Skizze.
Ersetzen die gestrichelten Asymptoten die Ortskurve selbst?
Nein — das ist das Rezept von Evans für die n − m Äste, die bei K → ∞ ins Unendliche laufen. Die Streckenzüge entstehen weiterhin aus den Polynomwurzeln; die Strahlen sind Stützgeometrie bei n > m.
Warum werden Nullstellen gesperrt, wenn deg N ≥ deg D würde?
Die Strecke muss streng eigentlich bleiben für die klassische Einheitsrückführung (beschränktes Verhalten bei hohen Frequenzen). Die Oberfläche lässt keine Nullstellen zu, die ein unzulässiges G ergäben.
Garantiert Durand–Kerner die Konvergenz?
Nein — wie bei vielen gleichzeitigen Iterationen ist das eine Heuristik, arbeitet hier aber mit Startwert vom vorigen Schritt und mäßigen Graden zuverlässig. Bei exotischer Wurzellage verschieben Sie den Pol oder K leicht; die Vorlagen sind auf schulische Polynome ausgelegt.