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Startseite/Chemie/Teilchen im Kasten

Teilchen im Kasten

Superposition der Zustände n = 1 und n = 2: Zeitentwicklung von |Ψ|² und Mittelwert ⟨E⟩ (Modelleinheiten).

Superposition n=1,2

0.75
0.55
1×

Stationäre ψ_n ∝ sin(nπx/L) mit E_n ∝ n². Die Superposition Ψ = c₁ψ₁ + c₂ψ₂ ergibt Schwebungen, weil |Ψ|² Kreuzterme mit der Frequenz (E₂−E₁)/ℏ enthält (hier in Modelleinheiten).

Gemessene Größen

⟨E⟩ (rel. Einh.)2.049

Zum Modell

Das Teilchen im unendlich tiefen eindimensionalen Potenzialkasten der Länge L: ψ_n(x) = √(2/L) sin(nπx/L), E_n = n²π²ℏ²/(2mL²). Auf dem Bildschirm steht die nichtstationäre Superposition Ψ(x,t) = c₁ ψ₁ e^{−iE₁t/ℏ} + c₂ ψ₂ e^{−iE₂t/ℏ}. Die Dichte |Ψ|² oszilliert wegen der Interferenz mit der Frequenz (E₂−E₁)/ℏ; der Mittelwert ⟨E⟩ = |c₁|²E₁ + |c₂|²E₂ bleibt konstant. Die Wände sind unendlich — es gibt kein Tunneln; Spin und Relativität bleiben unberücksichtigt. Die Amplituden c₁ und c₂ geben den Anteil des Grundzustands und des ersten angeregten Niveaus an.

Für wen: Einführung in die Quantenmechanik und physikalische Chemie: Teilchen im Kasten, Superposition, Schrödinger-Gleichung.

Wichtige Begriffe

  • Teilchen im Kasten
  • Wellenfunktion
  • Wahrscheinlichkeitsdichte
  • stationärer Zustand
  • Superposition
  • Schrödinger-Gleichung
  • Energiequantisierung

So funktioniert es

Unendlich tiefer Kasten: ψ_n ∝ sin(nπx/L), E_n ∝ n². Die Superposition n = 1 und n = 2 ergibt Schwebungen von |Ψ|² mit der Frequenz (E₂−E₁)/ℏ; ⟨E⟩ bleibt konstant. Die gelbe Linie ist die Form von ψ₁ zum Vergleich.

Häufige Fragen

Warum „pendelt“ |Ψ|², während ⟨E⟩ sich nicht ändert?
Die Zustände n = 1 und n = 2 sammeln unterschiedliche Phase, und der Interferenzterm in |Ψ|² oszilliert. Die Gewichte |c₁|² und |c₂|² sind konstant, daher ist der Energiemittelwert — die gewichtete Summe von E₁ und E₂ — zeitunabhängig.
Ist das Teilchen gleichzeitig auf zwei Niveaus?
Vor der Energiemessung ist das System in einer Superposition, nicht „mal in n = 1, mal in n = 2“. Die Messung liefert E₁ oder E₂ mit den Wahrscheinlichkeiten |c₁|² und |c₂|². Davor gibt es aus diesem Paar keine bestimmte Energie.
Welche Grenzen hat das Modell des unendlichen Kastens?
Reale Wände sind endlich, es gibt Tunneleffekt. Der Raum ist eindimensional, Spin fehlt. Trotzdem sind Quantisierung, Knoten von ψ_n und Superposition schon sichtbar — das ist das übliche erste Beispiel im Kurs.
Wo begegnet der Kasten „im Leben“?
Als grobes Modell des Elektrons im Quantenpunkt oder der π-Elektronen in einer konjugierten Kette (Butadien und Analoga): die Niveaus sind diskret und im Spektrum sichtbar.