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Startseite/Chemie/Atomorbitale

Atomorbitale

Ebene Farbkarte |ψ|² für s-, p- und d-artige Winkelverteilungen (Schulmodell, keine Hartree-Fock-Rechnung).

Ansicht

1×

Didaktische 2D-Schnitte: radialer Abfall und einfache Winkelmuster. Echte Atomorbitale kommen aus der Schrödinger-Gleichung für das gewählte Potenzial (z. B. Wasserstoff).

Zum Modell

Das Atomorbital gibt die Wahrscheinlichkeitsdichte an, ein Elektron in der Nähe des Kerns zu finden. Den Winkelanteil der wasserstoffähnlichen Wellenfunktion beschreiben die Kugelflächenfunktionen Y_ℓm(θ, φ); in der Ebene ist das Betragsquadrat |Y_ℓm|² für s (ℓ = 0), p (ℓ = 1) und d (ℓ = 2) dargestellt. Die Farbe kodiert die Winkeldichte; der Radialteil R_nl(r) ist weggelassen, daher gibt es keine radialen Knoten. Knotenebenen sind Linien der Wahrscheinlichkeit null (bei p eine, bei typischem d zwei). Das ist ein didaktischer Schnitt, keine Hartree-Fock-Rechnung: bei Mehrelektronenatomen ist der Radius verzerrt, die Winkelformen bleiben aber ähnlich und bestimmen die Richtung der Bindung.

Für wen: Oberstufe und allgemeine Chemie: Atombau; Einführung in die Quantenmechanik.

Wichtige Begriffe

  • Atomorbital
  • Wellenfunktion
  • Wahrscheinlichkeitsdichte
  • Nebenquantenzahl
  • Knotenebene
  • Kugelflächenfunktionen
  • Elektronenwolke

So funktioniert es

Farbkarte |ψ|² in der Ebene für s-, p- und d-artige Winkelverteilungen. Keulen und Knoten sind qualitativ; der radiale Abfall ist vereinfacht, die Zahlen sind nicht spektroskopisch.

Häufige Fragen

Sind das die Formen echter Orbitale?
Das ist der Winkelanteil wasserstoffähnlicher Orbitale — exakte Lösungen für ein Elektron im Coulomb-Feld. Bei Mehrelektronenatomen ist der Radialteil anders, die s-, p- und d-Formen bleiben aber eine gute Sprache der chemischen Bindung.
Warum fehlt der Radialteil?
Im kugelsymmetrischen Potenzial trennen sich Radial- und Winkelteil. Hier bleibt nur der Winkel, damit Keulen und Knotenebenen sichtbar werden, die für Bindungswinkel wesentlich sind.
Was kodiert die Farbe?
Den Wert |Y_ℓm|². Warme Töne — große Winkeldichte, kalte — kleinere. Dunkle Linien sind Knoten, an denen die Dichte null ist.
Wie hängen die Keulen mit der Molekülgestalt zusammen?
Die Richtung von p- und d-Orbitalen bestimmt, wohin die Bindungen zeigen. Die Überlappung der Keulen benachbarter Atome legt Vielfachheit und Geometrie fest — vom Wasser bis zu Komplexen der Übergangsmetalle; die Hybridisierung ist ein eigener Unterrichtsschritt.