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Startseite/Wellen und Schall/Stehende Wellen

Stehende Wellen

Stehende Wellen auf der fest eingespannten Saite: Harmonische, Knoten und Schwingungsbäuche.

Saite (beide Enden fest, L = 1)

3
2 L/s
0.35

y(x,t) = A sin(nπx/L) cos(ωₙt), ωₙ = nπc/L. Grüne Marken — Knoten (Auslenkung null). Violette Punkte — Schwingungsbäuche (max. |y|).

Tastenkürzel

  • •Leertaste oder Enter — Pause / Fortsetzen
  • •R — Phase zurücksetzen

Gemessene Größen

fₙ = nc/(2L)3.0000Hz
λₙ = 2L/n0.6667L
ωₙ18.8496rad/s

Zum Modell

Stehende Wellen auf der Saite entstehen durch Überlagerung zweier gleicher, entgegenlaufender Wellen. Für eine Saite der Länge L mit Liniendichte μ und Spannung T gilt die Geschwindigkeit v = √(T/μ). Feste Enden verlangen verschwindende Auslenkung: zulässig sind λ_n = 2L/n und die Frequenzen der Harmonischen f_n = n v/(2L) = n f_1. Auf dem Bildschirm sieht man Knoten (Auslenkung null) und Schwingungsbäuche (Maximum). Modell: homogene, biegeweiche Saite, starre Enden, ohne Dämpfung, Steifigkeit und Nichtlinearität.

Für wen: Oberstufe und Studienbeginn: Harmonische, Knoten und Schwingungsbäuche auf der Saite.

Wichtige Begriffe

  • stehende Wellen
  • Harmonische
  • Knoten
  • Schwingungsbauch
  • Grundfrequenz
  • Resonanz
  • Superposition
  • Randbedingung

So funktioniert es

Ideale stehende Welle auf der an beiden Enden fest eingespannten Saite: es passen nur Harmonische mit den Wellenlängen λₙ = 2L/n. Die Knoten bleiben in Ruhe; die Schwingungsbäuche schwingen mit maximaler Amplitude. Eine Änderung von n ändert die Zahl der Halbwellen.

Wichtige Gleichungen

y = A sin(nπx/L) cos(ωₙt), ωₙ = nπc/L
Knoten: x = mL/n (m = 0,…,n). Schwingungsbäuche: x = (m+½)L/n (m = 0,…,n−1).

Häufige Fragen

Warum sind auf der fest eingespannten Saite nur Harmonische möglich?
An beiden Enden muss ein Knoten liegen. Diese Bedingung erfüllen nur die Wellenlängen λ = 2L/n, daher sind die Frequenzen diskret: f_n = n v/(2L).
Worin unterscheidet sich der Knoten vom Schwingungsbauch?
Der Knoten steht still: einfallende und reflektierte Welle löschen einander. Im Schwingungsbauch ist die Auslenkung maximal — die Wellen addieren sich in Phase.
Wie ändert die Spannung die Tonhöhe?
Größeres T — größeres v = √(T/μ) und höheres f_n = n v/(2L). So stimmt man die Gitarre: straffer die Saite — höher der Ton.
Wie nah ist das an Gitarre oder Geige?
Die Harmonische Reihe f_n = n f_1 ist die Grundlage der Saiteninstrumente. Wirkliche Saiten haben Steifigkeit und Ungleichmäßigkeit, der Korpus gibt Dämpfung und eigene Resonanzen — daher das Timbre, das im Idealmodell fehlt.