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Startseite/Klassische Mechanik/Trebuchet

Trebuchet

Hebel mit Gegengewicht: das Drehmoment beschleunigt die Last bis zum gewählten Auslösewinkel. Die Wurfweite hängt von den Massen und den Armlängen ab.

320 kg
12 kg
3.2 m
9.5 m
-52°
48°
9.81 m/s²
Wurfweite (näherungsweise)0.0 m
Maximale Höhe0.0 m
Abwurfgeschwindigkeit0.00 m/s
Flugzeit0.00 s

Tastenkürzel

  • •Leertaste — Start
  • •R — Zurücksetzen

Zum Modell

Ein Trebuchet ist ein Hebel mit Gegengewicht: eine schwere Masse am kurzen Arm beschleunigt die Last am langen. Im vereinfachten Modell liegen Gegengewicht und Last auf einer Geraden durch den Drehpunkt. Das Drehmoment der Gewichtskraft ist τ = g cos θ (M r_cw − m r_p); die Winkelbeschleunigung folgt α = τ/I, wobei I das Trägheitsmoment des Hebels mit den Massen ist. Erreicht der Hebel den Auslösewinkel, verlässt die Last den Arm mit der Geschwindigkeit v = r_p ω und fliegt weiter wie beim schiefen Wurf. Massen, Armlängen und Auslösewinkel bestimmen Abwurfgeschwindigkeit und Wurfweite. Schleuder, bewegliche Achse, Reibung und Luftwiderstand sind nicht berücksichtigt.

Für wen: Mittelstufe bis erstes Semester: Drehmoment, Rotation, Übergang zum schiefen Wurf.

Wichtige Begriffe

  • Drehmoment
  • Trägheitsmoment
  • Winkelbeschleunigung
  • Bahngeschwindigkeit
  • Wurfweite
  • Hebelarm

So funktioniert es

Das Gegengewicht am kurzen Arm erzeugt ein Drehmoment und dreht den starren Hebel. Die Winkelbeschleunigung ist α = τ/I, mit τ = g cos θ (M r_cw − m r_p). Beim gewählten Auslösewinkel verlässt die Last den Arm mit der Geschwindigkeit v = r_p ω und bewegt sich weiter als freier Körper: ẍ = 0, ÿ = −g. Auf dem Bildschirm: Schwingen des Balkens, Flugspur, Wurfweite und Abwurfgeschwindigkeit. Schleuder und Aerodynamik gehören nicht zum Modell.

Wichtige Gleichungen

τ = g cos θ (M r_cw − m r_p), I = M r_cw² + m r_p² + I_beam, α = τ / I

Beim Auslösen: v = r_p ω (−sin θ, cos θ); danach ẍ = 0, ÿ = −g

Häufige Fragen

Warum vergrößern ein schwereres Gegengewicht oder ein längerer Lastarm die Wurfweite?
Ein größeres M r_cw − m r_p gibt zu Beginn ein größeres Drehmoment, daher ist ω im Auslöseaugenblick höher. Ein längerer Arm r_p vergrößert zusätzlich die Abwurfgeschwindigkeit v = r_p ω — die Wurfweite wächst.
Warum beeinflusst der Auslösewinkel die Wurfweite?
Nach dem Verlassen des Hebels fliegt die Last auf einer Parabel. Winkel und Geschwindigkeit im Trennungsaugenblick bestimmen die Wurfweite wie beim schiefen Wurf. Zu frühes oder zu spätes Auslösen verkleinert die günstige Horizontalkomponente.
Worin unterscheidet sich dieses Modell von einem echten Trebuchet?
Die echte Maschine hat eine Schleuder, oft eine bewegliche Achse, verteilte Balkenmasse, Reibung und Luftwiderstand. Hier: starrer Hebel und augenblickliches Verlassen der Last — so sieht man den Energieaustausch und die Rolle des Trägheitsmoments klarer.