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Startseite/Klassische Mechanik/Doppelpendel

Doppelpendel

Zwei gekoppelte Pendel: chaotische Bewegung und Spur der unteren Masse.

Vorlagen

Schnelle Startlagen; die Schieberegler können Sie danach weiter ändern.

Geometrie und Massen

1.1 m
1.1 m
1 kg
1 kg
9.81 m/s²

Anfangswinkel (von der Senkrechten)

65 °
0 °
0 1/s

Beide Winkel von der Senkrechten nach unten. Integration nach RK4; ohne Dämpfung kann die Energie leicht driften.

Tastenkürzel

  • •Leertaste — Start / Pause / Fortsetzen
  • •R — zurück zu den Anfangswinkeln der Schieberegler

Gemessene Größen

E_kin0.000J
E_pot0.000J
E gesamt0.000J
ΔE vom Start0.0000J
ΔE / E₀—
ω₁0.000rad/s
ω₂0.000rad/s
Abstand der Enden0.0000m

Diagramme

Zum Modell

Das Doppelpendel — zwei Massepunkte an masselosen Stäben — ist das klassische chaotische System. Die Winkel θ₁, θ₂ werden von der Senkrechten nach unten gezählt; die gekoppelten nichtlinearen Gleichungen für θ̈₁ und θ̈₂ (übliche Form mit δ = θ₁ − θ₂) werden mit dem Runge–Kutta-Verfahren 4. Ordnung integriert. Mechanische Energie E = T + V: die kinetische aus den Geschwindigkeiten der Stabenden, V = −m₁gL₁ cos θ₁ − m₂g(L₁ cos θ₁ + L₂ cos θ₂). Eine optionale Winkeldämpfung multipliziert ω nach dem Schritt. Eine zweite Bahn mit θ₁ um 0,1° versetzt zeigt, wie die Enden auseinanderlaufen — das ist nicht der Lyapunov-Exponent λ.

Für wen: Leistungskurs und erstes Semester: nichtlineare Schwingungen, Chaos, Empfindlichkeit gegenüber den Anfangsbedingungen.

Wichtige Begriffe

  • Doppelpendel
  • Chaos
  • gekoppelte Schwingungen
  • Phasenraum
  • Nichtlinearität
  • Empfindlichkeit gegenüber den Anfangsbedingungen

So funktioniert es

Zwei Massepunkte an masselosen Stäben — das klassische chaotische System. Nahe Anfangswinkel laufen schnell auseinander. Die Gleichungen werden nach Runge–Kutta 4. Ordnung integriert; eine optionale Winkeldämpfung zerstreut Energie (das stabilisiert das numerische Verfahren nicht). Der Abstand der unteren Massen im zweiten Lauf ist nicht der Lyapunov-Exponent.

Wichtige Gleichungen

δ = θ₁ − θ₂, den = 2m₁ + m₂ − m₂ cos(2δ): θ¨₁ = [−g(2m₁+m₂)sin θ₁ − m₂ g sin(θ₁−2θ₂) − 2 sin δ · m₂(ω₂² L₂ + ω₁² L₁ cos δ)] / (L₁ den); θ¨₂ = [2 sin δ · (ω₁² L₁(m₁+m₂) + g(m₁+m₂)cos θ₁ + ω₂² L₂ m₂ cos δ)] / (L₂ den). Winkel von der Senkrechten nach unten.
E = T + V: T aus den Geschwindigkeiten der Stabenden; V = −m₁gL₁ cos θ₁ − m₂g(L₁ cos θ₁ + L₂ cos θ₂) (+ const). Dämpfung: ω ← ω e^(−γ Δt) nach dem RK4-Schritt.

Häufige Fragen

Warum ist die Bewegung chaotisch?
Das System ist nichtlinear und hat zwei Freiheitsgrade mit starker Kopplung. Bei großen Amplituden laufen benachbarte Bahnen im Phasenraum schnell auseinander: die langfristige Vorhersage aus den Anfangswinkeln geht verloren.
Warum wandert die Gesamtenergie E bei verschwindender Dämpfung?
Das Runge–Kutta-Verfahren 4. Ordnung ist nicht symplektisch. Der Schrittfehler ändert langsam die numerische Hamilton-Funktion, daher kann ΔE wachsen, obwohl das kontinuierliche Modell die Energie erhält. Ein kleinerer Schritt verringert die Drift.
Worin unterscheiden sich kleine Winkel vom Chaos?
Bei kleinen Winkeln linearisieren die Gleichungen zu gekoppelten harmonischen Schwingungen, die Bewegung ist nahezu periodisch (Vorlage „Kleine Winkel“). Bei großen Winkeln bleibt die volle nichtlineare Kopplung, und die Bahnen sind meist unregelmäßig (Vorlage „Klassisches Chaos“).
Ist der Abstand der beiden Enden der Lyapunov-Exponent?
Nein. Der Vergleich integriert eine zweite Kopie mit θ₁ um 0,1° versetzt und zeigt den Abstand der unteren Massen. Das ist ein Bild der Empfindlichkeit. Der Exponent λ bräuchte die normierte logarithmische Wachstumsrate infinitesimaler Störungen.