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Startseite/Mathematische Visualisierung/Potenzmethode: Konvergenz des Eigenwerts

Potenzmethode: Konvergenz des Eigenwerts

Konvergenz zum dominanten Eigenvektor: Verhältnis der spektralen Lücke, Rayleigh-Quotient, Residuum und normierte Iterationen.

Die Demonstration verwendet eine zweidimensionale symmetrische Matrix, daher sind die wahren Eigenvektoren sichtbar. Liegt das Spektralverhältnis nahe bei eins, wird die Konvergenz langsam; ist der Startvektor fast orthogonal zum dominanten Eigenvektor, ist die nützliche Komponente anfangs sehr klein.

Eigenstruktur der Matrix

6
2.2
28°

Potenzmethode

112°
8

Gemessene Größen

Rayleigh-Quotient5.99996
Spektralverhältnis |λ2/λ1|0.3667
Residuum des Eigenpaars0.01181
Winkelfehler0.1781°

Diagramme

Zum Modell

Die Potenzmethode isoliert die dominante Eigenrichtung durch wiederholtes Multiplizieren eines Vektors mit der Matrix A und anschließendes Normieren. Bei |λ₁| > |λ₂| und nichtverschwindender Projektion des Startvektors strebt die Richtung gegen den Eigenvektor zu λ₁. Auf dem Einheitskreis sieht man die normierten Iterationen und die Eigenachsen einer zweidimensionalen symmetrischen Matrix. Der Rayleigh-Quotient ρ = xᵀ A x / xᵀ x schätzt den Eigenwert, das Residuum ‖Ax − ρx‖ die Nähe zum Eigenpaar. Das Verhältnis |λ₂/λ₁| erklärt, warum die Konvergenz schnell oder sehr langsam sein kann. Verändert werden λ₁, λ₂, die Drehung der Achsen und der Startwinkel.

Für wen: Numerische lineare Algebra, wissenschaftliches Rechnen: Eigenwerte und Potenzmethode.

Wichtige Begriffe

  • potenzmethode
  • dominanter eigenvektor
  • rayleigh-quotient
  • spektrale lücke
  • residuum des eigenpaars
  • konvergenzgeschwindigkeit

So funktioniert es

Die Potenzmethode wiederholt die Iteration x_{k+1}=Ax_k/||Ax_k||. Gibt es einen eindeutigen größten Eigenwert und hat der Startvektor eine Komponente längs des zugehörigen Eigenvektors, konvergiert die Richtung gegen diesen Eigenvektor. Die Geschwindigkeit bestimmt das Spektralverhältnis |λ2/λ1|: je näher es bei eins liegt, desto langsamer fällt der Fehler. Der Rayleigh-Quotient ρ=x^T A x / x^T x schätzt den Eigenwert, ||Ax−ρx|| zeigt, wie nahe der aktuelle Vektor am wahren Eigenvektor ist.

Wichtige Gleichungen

x_{k+1}=A x_k / ||A x_k||, ρ_k=(x_k^T A x_k)/(x_k^T x_k)
Bei |λ1|>|λ2| fällt der Richtungsfehler ungefähr wie |λ2/λ1|^k

Häufige Fragen

Was bestimmt die Konvergenzgeschwindigkeit der Potenzmethode?
Für eine diagonalisierbare Matrix mit eindeutigem dominantem Eigenwert fällt der Richtungsfehler in der Regel wie |λ₂/λ₁|ᵏ. Je größer die spektrale Lücke, desto kleiner dieses Verhältnis und desto schneller die Konvergenz.
Wozu braucht man den Rayleigh-Quotienten?
Wenn der Vektor nahe am Eigenvektor liegt, liefert ρ = xᵀ A x / xᵀ x eine natürliche Schätzung des Eigenwerts. Das Residuum ‖Ax − ρx‖ prüft dann, wie nahe das Paar wirklich am Eigenpaar ist.
Was geschieht, wenn zwei Eigenwerte betragsmäßig fast gleich sind?
Die Lücke ist klein, |λ₂/λ₁| liegt nahe bei eins, und die Iterationen pendeln lange zwischen den Richtungen. Im Diagramm sieht man das langsame Annähern an den Kreis des dominanten Vektors.