N Quellen, Abstand d/λ und Phasenverschiebung Δφ: Richtung der Hauptkeule, Gruppenfaktor AF(θ).
Zum Modell
Ein lineares akustisches Phased-Array: mehrere gleichgetaktete Quellen strahlen einen Ton der Frequenz f mit der Phasenverschiebung Δφ zwischen Nachbarn ab. Im Fernfeld ist die Amplitude proportional zum Gruppenfaktor AF(θ) = |sin(Nψ/2)/sin(ψ/2)|, wobei ψ = 2π(d/λ)sinθ + Δφ, λ = c/f. Die Wahl von Δφ dreht die Hauptkeule; für ein schmales Band tritt das an die Stelle echter Laufzeitverzögerungen. Die Quellen sind gleich und isotrop; gegenseitige Beeinflussung, Reflexionen und Dämpfung fehlen — nur Interferenz, dieselbe wie bei Sonarantennen und linearen Gruppen.
Für wen: Hochschulakustik und Antennentheorie: Richtwirkung, Gruppenfaktor.
Wichtige Begriffe
Phased-Array
Gruppenfaktor
Hauptkeule
Gangunterschied
Interferenz
Schmalbandnäherung
So funktioniert es
N phasengesteuerte Sender ergeben im Fernfeld den Faktor |sin(Nψ/2)/sin(ψ/2)| mit ψ = 2π(d/λ)sinθ + Δφ. Die Verschiebung Δφ zwischen Nachbarn dreht die Hauptkeule. λ = c/f verbindet den dimensionslosen Abstand d/λ mit der wirklichen Distanz in Luft oder Wasser.
Häufige Fragen
Warum wird das Diagramm bei manchen Winkeln null?
Nullstellen liegen dort, wo sin(Nψ/2) = 0 und zugleich sin(ψ/2) ≠ 0: die N komplexen Amplituden schließen sich zu einem regelmäßigen Vieleck. Die Lage der Nullstellen hängt von d/λ, N und Δφ ab.
Warum sind für Sprache Laufzeitverzögerungen besser als eine einzige Phase?
Eine einzige Δφ gilt nur bei einer Frequenz. Sprache hat ein breites Spektrum: die nötige Phasenverschiebung ist bei einer anderen Frequenz schon eine andere. Echte Laufzeiten τ wirken auf einmal auf das ganze Spektrum. Hier ist das Modell schmalbandig, damit die klassische Formel AF(θ) bleibt.
Wie hängen d/λ und der geometrische Abstand d zusammen?
d/λ ist der Abstand in Wellenlängen. Mit c und f folgen λ = c/f und d = (d/λ)·λ in Metern. So vergleicht man die Gruppe bequem in Luft und in Wasser.