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Startseite/Optik und Licht/Fermat-Prinzip

Fermat-Prinzip

Optische Weglänge OPL = n₁AP + n₂PB über den Einfallspunkt; das Minimum ist der Weg nach dem Brechungsgesetz.

Medien

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Optische Weglänge OPL = n₁·AP + n₂·PB für den Punkt P auf der ebenen Grenzfläche. Das Fermat-Prinzip der stationären Zeit gibt denselben Weg wie das Brechungsgesetz: n₁ sin θ₁ = n₂ sin θ₂.

Tastenkürzel

  • •Ändern Sie n und P; vergleichen Sie die optische Weglänge mit dem Fermat-Minimum
  • •»Setzen« führt auf den Weg nach dem Brechungsgesetz

Gemessene Größen

OPL (Ihr P)0.72946rel.
OPL (Fermat)0.72914rel.
sin θₜ / sin θᵢ im Minimum0.6891
n₁/n₂0.6897

Diagramme

Zum Modell

Fermat-Prinzip: zwischen zwei Punkten nimmt das Licht den Weg, für den die Laufzeit (die optische Weglänge) stationär ist — meist ein Minimum. Die optische Weglänge OPL = n₁·AP + n₂·PB hängt vom Einfallspunkt P auf der ebenen Grenzfläche ab. Das Minimum von OPL(P) ist derselbe Weg wie nach dem Brechungsgesetz n₁ sin θᵢ = n₂ sin θₜ. Im homogenen Medium ergibt das eine Gerade; an der Grenze einen Knick. Man kann P verschieben und die eigene OPL mit dem Minimum vergleichen. Beugung und Inhomogenität innerhalb jeder der beiden Medien entfallen.

Für wen: Schul- und Hochschuloptik: Fermat-Prinzip und Brechungsgesetz.

Wichtige Begriffe

  • Fermat-Prinzip
  • optische Weglänge
  • Brechungsgesetz
  • Brechungsindex
  • geometrische Optik

So funktioniert es

Zwischen zwei Punkten in verschiedenen homogenen Medien, getrennt durch eine ebene Grenzfläche, wird der Strahl realisiert, für den die optische Weglänge n₁ℓ₁ + n₂ℓ₂ stationär ist (hier ein Minimum). Verschiebt man den Knickpunkt P, entsteht eine OPL-Kurve, deren Minimum mit dem Brechungsgesetz zusammenfällt.

Wichtige Gleichungen

OPL = n₁ |AP| + n₂ |PB| → min über P auf der Grenzfläche
⇒ n₁ sin θᵢ = n₂ sin θₜ

Häufige Fragen

Ist das dasselbe wie „der Strahl nimmt den kürzesten Weg“?
Im homogenen Medium fallen kürzester Weg und kürzeste Zeit zusammen. Bei verschiedenem n muss der kürzeste geometrische Weg nicht die kürzeste Zeit sein: extremal ist die optische Weglänge ∫ n ds.
Warum liefert das Minimum der optischen Weglänge das Brechungsgesetz?
Differenziert man OPL(P) nach der Koordinate des Punkts auf der Grenze, folgt n₁ sin θᵢ = n₂ sin θₜ. Derselbe Weg wie aus der Huygensschen Konstruktion oder aus den Randbedingungen für die Phase.
Was geschieht bei n₁ = n₂?
Das Minimum der OPL liegt auf der Geraden AB: kein Knick, Einfallswinkel gleich „Brechungswinkel“. Das ist geradlinige Ausbreitung im homogenen Medium.