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Startseite/Optik und Licht/CD als Beugungsgitter

CD als Beugungsgitter

Strichdichte und Einfallswinkel: Gitterordnungen als farbige Fächer nach Wellenlänge.

Gitter

1250
35°
3

Didaktischer Strahlenfächer: Periode d = 1/(Linien pro mm) in mm; kein vollständiges Modell eines Blaze-Gitters und des Wirkungsgrads.

Gemessene Größen

d (Rille)0.8000 µm

Zum Modell

Die CD als Beugungsgitter zerlegt weißes Licht in ein Spektrum: verschiedene Wellenlängen werden unter verschiedenen Winkeln abgelenkt. Gittergleichung: mλ = d(sin θ_m − sin θ_i); m ist die Ordnung, d die Periode (Strichabstand), θ_i der Einfallswinkel, θ_m der Beugungswinkel der m-ten Ordnung. Die Strichzahl pro Millimeter setzt d = 1/N. Das Modell ist ein ideales eindimensionales skalares Gitter: ohne Polarisation, ohne Blaze der Furchen und ohne endliche Quellengröße. Auf dem Schirm sind die Ordnungen farbige Fächer; in der nullten Ordnung werden die Wellenlängen nicht getrennt. Dichter Striche — größere Winkeldispersion; schräger Einfall bricht die Symmetrie von +m und −m und kann Ordnungen überlappen lassen.

Für wen: Gymnasiale Oberstufe und Hochschule, Wellenoptik: Beugung, Gitterspektrum.

Wichtige Begriffe

  • Beugungsgitter
  • Gittergleichung
  • Beugungsordnung
  • Gitterperiode
  • Dispersion
  • Einfallswinkel
  • Linien pro Millimeter
  • Spektrum

So funktioniert es

Weißes Licht fällt auf ein Reflexionsgitter mit der Periode d. Die Maximumbedingung mλ = d(sin θ_m − sin θ_i) setzt den Winkel jeder Ordnung. Auf dem Schirm sind die Ordnungen farbige Fächer: die nullte trennt die λ nicht, die höheren stärker. Dichter Striche (kleineres d) — größere Winkeldispersion. Das Modell ist skalar: ohne Blaze-Wirkungsgrad und Polarisation.

Häufige Fragen

Warum zieht ein Gitter mit mehr Linien pro Millimeter die Farben weiter auseinander?
Mehr Linien pro Millimeter heißen kleinerer Abstand d. Aus der Gittergleichung folgt bei gleichen λ und m: kleineres d verlangt größeres |sin θ_m|, also einen größeren Winkel. Verschiedene Wellenlängen laufen weiter auseinander — die Winkeldispersion wächst.
Was bedeuten die farbigen Fächer beiderseits der Mitte?
Das sind die Beugungsordnungen m = ±1, ±2, … Der mittlere Fächer ist die nullte Ordnung (m = 0): die Bedingung hängt nicht von λ ab, das Spektrum wird nicht zerlegt. In jeder folgenden Ordnung liegt das volle Spektrum, und je größer |m|, desto stärker ist es gestreckt; die Ordnungen können sich überlappen.
Worin unterscheidet sich das Gitterspektrum vom Prismenspektrum?
Das Prisma trennt die Farben durch die Dispersion des Brechungsindex: Violett wird stärker abgelenkt als Rot. Das Gitter trennt sie durch Beugung und Interferenz an vielen Strichen: der Winkel folgt aus λ und d. Beim Gitter gibt es meist mehrere Kopien des Spektrums (Ordnungen), beim Prisma eine.
Warum wird das Bild bei schrägem Einfall unsymmetrisch?
In die Gleichung geht sin θ_i ein. Bei θ_i ≠ 0 ist der Gangunterschied für +m und −m verschieden: ein Spektrum wird gestaucht, das andere gestreckt. Bei senkrechtem Einfall ist das Bild symmetrisch.