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Startseite/Klassische Mechanik/Kegelpendel

Kegelpendel

Stationärer Kegel: ω(θ, L), Vektoren T und mg; Vergleich der Umlaufdauer T_rev mit der Schwingungsdauer T₀ des mathematischen Pendels.

Stationäre Kreisbewegung (ohne Nutation)

1.35 m
32°
1.2 kg
9.81 m/s²

Waagerecht: T sinθ = mω²(L sinθ). Lotrecht: T cosθ = mg ⇒ ω² = g/(L cosθ). Die Masse kürzt sich in ω heraus, bestimmt aber die Spannung T = mg/cosθ.

Tastenkürzel

  • •Leertaste oder Enter — Start / φ zurücksetzen
  • •R — Stopp und Graphen löschen

Gemessene Größen

ω (Winkelgeschwindigkeit)2.9272rad/s
T_rev = 2π/ω (waagerechte Bahn)2.146s
T₀ ≈ 2π√(L/g) (mathematisches Pendel, kleiner θ)2.331s
T_rev / T₀0.921
Fadenspannung T = mg/cosθ13.88N
Kreisradius L sinθ0.715m
|v| waagerecht = ωL sinθ2.094m/s

Diagramme

Zum Modell

Kegelpendel: eine Masse an einem Faden der Länge L, die mit konstanter Winkelgeschwindigkeit ω auf einem waagerechten Kreis läuft; der Faden überstreicht einen Kegel. Kräfte: Gewichtskraft mg und Fadenspannung T. Lotrecht: T cosθ = mg; waagerecht liefert T die Zentripetalkraft: T sinθ = mω²r mit r = L sinθ. Daraus folgt ω² = g / (L cosθ): zu jedem Winkel θ gehört bei gegebener L eine bestimmte ω. Die Umlaufdauer ist T_rev = 2π/ω = 2π √(L cosθ / g). Zum Vergleich die Schwingungsdauer kleiner Auslenkungen des mathematischen Pendels T₀ = 2π √(L/g). Der Faden ist masselos und undehnbar, die Masse eine Punktmasse, Luftwiderstand fehlt.

Für wen: Oberstufe und erstes Semester: Kreisbewegung, Kräftezerlegung, Fadenspannung.

Wichtige Begriffe

  • Kegelpendel
  • Zentripetalkraft
  • gleichförmige Kreisbewegung
  • Winkelgeschwindigkeit
  • Umlaufdauer
  • Fadenspannung

So funktioniert es

Die Masse läuft auf einem waagerechten Kreis unter festem Winkel θ zur Lotrechten und beschreibt einen Kegel. Im stationären Fall gleicht die Fadenspannung die Gewichtskraft aus und liefert die Zentripetalkraft. Die Winkelgeschwindigkeit ist ω = √(g/(L cosθ)), daher brauchen steilere Kegel (größeres θ) eine schnellere Drehung. Das ist keine ebene Schwingung des mathematischen Pendels: vergleichen Sie die Umlaufdauer T_rev mit der harmonischen Schwingungsdauer T₀ = 2π√(L/g) bei kleinen Winkeln — es ist nicht dieselbe physikalische Periode, beide skalieren aber wie √(L/g).

Wichtige Gleichungen

T cosθ = mg · T sinθ = mω²(L sinθ) ⇒ ω² = g/(L cosθ)
T_rev = 2π/ω = 2π√(L cosθ/g) · T_simple,small ≈ 2π√(L/g)

Häufige Fragen

Stimmt die Umlaufdauer des Kegelpendels mit der Schwingungsdauer eines mathematischen Pendels gleicher Länge überein?
Nein. T_rev = 2π √(L cosθ / g) ist um den Faktor √(cosθ) kürzer als T₀ = 2π √(L/g). Gleichheit nur für θ → 0, wenn der Kreis zu einem Punkt schrumpft.
Was geschieht, wenn man die Masse zu schnell oder zu langsam kreisen lässt?
Ein stationärer Kegel gibt es nur bei ω² = g/(L cosθ). Größeres ω — der Winkel θ wächst (der Kegel öffnet sich). Kleineres ω — der Winkel fällt; bei ω < √(g/L) ist ein waagerechter Kreis unmöglich, die Bewegung wird verwickelt.
Warum der Vergleich mit dem mathematischen Pendel?
Beide skalieren wie √(L/g), aber die Perioden meinen Verschiedenes: hier die Umlaufdauer auf dem Kreis, dort die Schwingungsdauer in der Ebene. Sie zu verwechseln ist ein häufiger Fehler in Aufgaben.
Warum wächst die Fadenspannung mit dem Kegelwinkel?
T = mg / cosθ. Bei größerem θ bleibt die lotrechte Komponente T cosθ gleich mg, also muss T selbst größer sein: ein wachsender Anteil der Spannung geht in die Zentripetalkraft.