PhysSandbox
Klassische MechanikWellen und SchallElektrizität und MagnetismusOptik und LichtGravitation und BahnenVirtuelle Praktika
🌙Astronomie und Himmel🌡️Thermodynamik🌍Biophysik, Fluide und Geowissenschaften📐Mathematische Visualisierung🔧Ingenieurwesen🧪Chemie
DEENRUESPTFR

Ähnliche Simulationen

Machen Sie mit verwandten Themen in dieser Kategorie weiter — oder alle 85 in „Klassische Mechanik“.

Ganze Kategorie →
NeuSchule

Riementrieb und Schlupf

Simulation starten

Zwei Scheiben: die Differenz der Trumkräfte ist durch μ und den Umschlingungswinkel θ begrenzt (e^{μθ}); Lastmoment gegen τ_max und einfacher Schlupf in ω₂.

Schule

Reibungskraft

Simulation starten

Haftreibung und Gleitreibung; der Reibungskoeffizient wird am Schieberegler eingestellt.

NeuSchule

Auto in der Kurve

Simulation starten

Waagerechte Kurve: v_max = √(μgR), Vergleich von F_c und μmg. Ideale Überhöhung ohne Reibung: tan θ = v²/(gR). Draufsicht und Seitenansicht.

Schule

Schiefe Ebene

Simulation starten

Neigungswinkel und Reibungskoeffizient. Kraftkomponenten und Bewegung des Körpers.

NeuSchule

Rollen und Flaschenzüge

Simulation starten

n tragende Seile, überall dieselbe Seilkraft T, idealer Kraftgewinn = n, F = T.

NeuSchule

Statik von Bogen und Keil

Simulation starten

Ein Steinbogen leitet Druck längs des Bogens; der Keil zerlegt die lotrechte Last in seitlichen Schub.

PhysSandbox

Interaktive Simulationen zu Physik, Chemie und Ingenieurwesen für Lernende, Lehrkräfte und alle Neugierigen.

Physik

  • Klassische Mechanik
  • Wellen und Schall
  • Elektrizität und Magnetismus

Wissenschaft

  • Optik und Licht
  • Gravitation und Bahnen
  • Astronomie und Himmel

Mehr

  • Thermodynamik
  • Biophysik, Fluide und Geowissenschaften
  • Mathematische Visualisierung
  • Ingenieurwesen
  • Chemie

© 2026 PhysSandbox. Kostenlose interaktive naturwissenschaftliche Simulationen.

DatenschutzNutzungKontakt
Startseite/Klassische Mechanik/Seil auf einem Zylinder

Seil auf einem Zylinder

Grenzverhältnis der Seilkräfte T₂ = T₁ e^{μφ}: Reibungszahl μ und Umschlingungswinkel φ. Draufsicht und Graph T₂/T₁ über φ.

Euler-Eytelwein-Formel

0.28
195 °
120 N

An der Rutschgrenze längs des Kontaktbogens wächst die Seilkraft exponentiell: T₂ = T₁ exp(μφ), φ im Bogenmaß. Mehrere Windungen addieren φ.

Tastenkürzel

  • •Leertaste / Eingabe — Standardwerte
  • •R — Zurücksetzen

Gemessene Größen

μφ0.953rad
T₂/T₁2.593
T₂311.2N

Diagramme

Zum Modell

Ein Seil auf einem Zylinder hält die Seilkraft T₂ mit einer viel kleineren Kraft T₁ am freien Ende. Im Grenzgleichgewicht gilt T₂ = T₁ e^{μφ}, wobei μ die Reibungszahl und φ der Umschlingungswinkel im Bogenmaß ist (Euler-Eytelwein-Formel). An einem kleinen Bogenelement ist die Normalkraft proportional zur Seilkraft, die Reibung gleich μ dN; die Integration über φ liefert die Exponentialfunktion. Sie können μ, φ und T₁ ändern; der Graph zeigt, wie T₂/T₁ mit dem Umschlingungswinkel wächst. Der Zylinder ist starr und fest, das Seil biegeschlaff, die Reibung hat überall die Grenze erreicht.

Für wen: Leistungskurs und erstes Semester: Reibung, Statik, Eulersche Formel für das biegeschlaffe Seil.

Wichtige Begriffe

  • Euler-Eytelwein-Formel
  • Reibung
  • Seilkraft
  • Reibungszahl
  • Umschlingungswinkel
  • Grenzgleichgewicht

So funktioniert es

Ein biegeschlaffes Seil umschlingt einen rauen Zylinder (Spill, Poller, Bremstrommel). Bei konstantem μ und Umschlingungswinkel φ im Bogenmaß ist das Grenzverhältnis der Seilkräfte vor dem Rutschen T₂/T₁ = e^{μφ}. Mehrere Windungen vergrößern φ stark, und selbst bei bescheidenem μ wird der Gewinn an Seilkraft groß. Auf dem Bildschirm: Draufsicht und Graph T₂/T₁ über φ.

Wichtige Gleichungen

T₂ = T₁ e^(μφ) (φ im Bogenmaß)

μ — Reibung Seil–Trommel; biegeschlaffes Seil, vernachlässigbare Biegesteifigkeit.

Häufige Fragen

Warum wächst das Verhältnis der Seilkräfte exponentiell und nicht linear?
Die Reibung an jedem Bogenstück hängt von der örtlichen Seilkraft ab. Weiter in der Wicklung ist T größer, größer die Normalkraft und größer der Reibungszuwachs am nächsten Stück. Dieses „Prozent auf Prozent“ integriert sich zu e^{μφ}.
Gilt die Formel noch, wenn das Seil schon rutscht?
T₂ = T₁ e^{μφ} ist die Bedingung des Grenzgleichgewichts, wenn die Reibung überall die maximale Haftreibung erreicht hat. Beim Gleiten nimmt man die Gleitreibungszahl, meist kleiner, und die Trägheit des Seils spielt mit. Hier geht es um das statische Halten an der Grenze.
Wie verderben Dicke und Biegesteifigkeit das Idealbild?
Das Modell nimmt das Seil unendlich dünn und biegeschlaff. Ein dickes oder steifes Seil widersteht der Biegung, der Druck auf den Zylinder verteilt sich anders, und die wirksame Reibung ändert sich. Für Winden ist das dann eine eigene Ingenieurkorrektur.
Wo braucht man das in der Praxis?
Festmacher am Spill oder am Poller: ein paar Windungen, und ein Mensch hält die Trosse. Bei μ ≈ 0,3 und drei vollen Windungen (φ = 6π) liegt das Verhältnis bei e^{0,3·6π} ≈ 500: 10 N halten etwa 5 kN.