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Startseite/Optik und Licht/Bragg-Gesetz

Bragg-Gesetz

Bedingung nλ = 2d sin θ: Röntgenstrahlung und eine Schar von Netzebenen. Auf der Skizze Glanzwinkel und Gangunterschied.

Gitter und Wellenlänge

0.25 nm
0.154 nm
1
12 °

Bedingung 2d sin θ = nλ (θ von den Ebenen). In der Röntgenstrukturanalyse Cu Kα ≈ 0,154 nm — drehen Sie θ, bis die grüne „Übereinstimmung“ aufleuchtet.

Gemessene Größen

2d sin θ0.1040 nm
nλ0.1540 nm
Bragg-Übereinstimmungnein

Zum Modell

Das Bragg-Gesetz gibt die Winkel an, unter denen Röntgenstrahlung, an einer Schar paralleler Netzebenen gestreut, sich verstärkt. Der Gangunterschied der Strahlen von benachbarten Ebenen im Abstand d ist 2d sin θ, wobei θ der Glanzwinkel zur Ebene ist. Konstruktive Interferenz: nλ = 2d sin θ, n die Beugungsordnung. Das ist Beugung am Gitter, keine Spiegelreflexion: „Bragg-Reflexion“ ist eine bequeme Kurzform. Auf der Skizze Ebenen, einfallender und reflektierter Strahl; die Bedingung sieht man am Zusammenfallen von 2d sin θ und nλ. Der Kristall besteht aus idealen unendlichen Ebenen; Absorption, thermische Schwingungen und der atomare Formfaktor fehlen.

Für wen: Hochschule, Festkörperphysik und Chemie: Röntgenbeugung, Bragg-Gesetz.

Wichtige Begriffe

  • Bragg-Gesetz
  • Röntgenbeugung
  • Netzebenenabstand
  • Glanzwinkel
  • Beugungsordnung
  • konstruktive Interferenz

So funktioniert es

Parallele Netzebenen im Abstand d geben den Gangunterschied 2d sin θ. Konstruktive Interferenz bei nλ = 2d sin θ. Auf der Skizze einfallender und reflektierter Strahl und der Glanzwinkel θ; das Zusammenfallen von 2d sin θ mit nλ wird hervorgehoben. Ideale Ebenen, elastische Streuung, ohne Absorption.

Häufige Fragen

Warum Verstärkung nur bei einem bestimmten Winkel?
Der Gangunterschied muss ein ganzzahliges Vielfaches der Wellenlänge sein. Sonst kommen die Wellen benachbarter Ebenen nicht in Phase und löschen einander — kein Maximum.
Ist das dieselbe Reflexion wie am Spiegel?
Nein. Röntgenstrahlung wird an den Elektronen der Atome gestreut. Das periodische Gitter gibt konstruktive Interferenz nur in den Richtungen des Bragg-Gesetzes. „Reflexion“ ist eine Kurzform.
Was bedeutet die Ordnung n?
Wie viele Wellenlängen in den Gangunterschied passen: n = 1 — eine λ, n = 2 — zwei usw. Höhere Ordnungen liegen bei größeren Winkeln für dieselben Ebenen. Oft setzt man n = 1 und wechselt die Ebenenscharen.
Wozu das Bragg-Gesetz in der Praxis?
Aus Winkeln und Intensitäten der Maxima bestimmt man Netzebenenabstände und rekonstruiert die Kristallstruktur — von einfachen Salzen bis zu Proteinen (Röntgenstrukturanalyse).