PhysSandbox
Klassische MechanikWellen und SchallElektrizität und MagnetismusOptik und LichtGravitation und BahnenVirtuelle Praktika
🌙Astronomie und Himmel🌡️Thermodynamik🌍Biophysik, Fluide und Geowissenschaften📐Mathematische Visualisierung🔧Ingenieurwesen🧪Chemie
DEENRUESPTFR

Ähnliche Simulationen

Machen Sie mit verwandten Themen in dieser Kategorie weiter — oder alle 85 in „Mathematische Visualisierung“.

Ganze Kategorie →
NeuHochschule / Forschung

FEM: Poisson-Gleichung (2D)

Simulation starten

Dreieckige P1-Elemente für −Δu = f auf dem Quadrat: Aufbau der Steifigkeitsmatrizen, festgehaltene Dirichlet-Knoten oder natürlicher Neumann-Fluss, Lösung mit konjugierten Gradienten, Potenzial als eingefärbte Membran.

NeuHochschule / Forschung

Verfahren der konjugierten Gradienten

Simulation starten

S.p.d.-System Ax=b als Minimierung der quadratischen Form: Niveaulinien, konjugierte Gradienten gegen steilsten Abstieg, Residuumsnorm und Konditionszahl.

NeuHochschule / Forschung

Finite-Volumen-Verfahren: Advektion und Diffusion

Simulation starten

Konservativer Transport eines Skalars auf einem 2D-Gitter: Flüsse über die Zellflächen, Upwind- oder Zentralinterpolation, Péclet-Zahl, CFL und numerische Diffusion.

NeuHochschule / Forschung

Teilchen im Strömungsfeld

Simulation starten

Synthetisches Feld v(x, y, t); Transport mit periodischen Rändern; optional ein Pfeilgitter.

NeuHochschule / Forschung

Newton-Fraktal

Simulation starten

Einzugsgebiete der Newton-Iteration für zⁿ − 1 mit Relaxationsparameter ω.

NeuHochschule / Forschung

Mandelbrot-Menge

Simulation starten

Tiefe Vergrößerung der Mandelbrot-Menge: Ziehen und Mausrad, stetige Einfärbung und benannte Orientierungspunkte.

PhysSandbox

Interaktive Simulationen zu Physik, Chemie und Ingenieurwesen für Lernende, Lehrkräfte und alle Neugierigen.

Physik

  • Klassische Mechanik
  • Wellen und Schall
  • Elektrizität und Magnetismus

Wissenschaft

  • Optik und Licht
  • Gravitation und Bahnen
  • Astronomie und Himmel

Mehr

  • Thermodynamik
  • Biophysik, Fluide und Geowissenschaften
  • Mathematische Visualisierung
  • Ingenieurwesen
  • Chemie

© 2026 PhysSandbox. Kostenlose interaktive naturwissenschaftliche Simulationen.

DatenschutzNutzungKontakt
Startseite/Mathematische Visualisierung/Lattice-Boltzmann-Verfahren (D2Q9)

Lattice-Boltzmann-Verfahren (D2Q9)

D2Q9-Schema mit BGK-Relaxation: Kavität mit bewegtem Deckel oder Umströmung eines Zylinders, Farbe nach Wirbelstärke, Reynolds-Zahl und Reflexion an den Wänden.

Einstellung der D2Q9-Strömung

120
0.055
5

Gemessene Größen

Relaxationszeit τ0.5178
Gitterviskosität ν0.00594
Stoßrate ω1.931
Gitter96×54
Stabilitätshinweiskleines τ

Kleines Gitter, BGK-Stoß, einfache Bounce-Back-Wände und qualitative Ein- und Auslassränder: gemeint ist die Intuition für das Verfahren, nicht die Strömungsberechnung in der Praxis.

Diagramme

Zum Modell

Das Lattice-Boltzmann-Verfahren beschreibt eine Strömung durch Verteilungsfunktionen auf diskreten Geschwindigkeiten, nicht durch direkte Diskretisierung der Navier-Stokes-Gleichungen. Satz D2Q9 und BGK-Relaxation: die Verteilungen relaxieren gegen das lokale Gleichgewicht, werden in die Nachbarzellen transportiert und an festen Rändern reflektiert. Zwei Anordnungen: Kavität mit bewegtem Deckel und Umströmung eines Zylinders. Die Färbung zeigt die Wirbelstärke — sichtbar werden Rezirkulation, Scherschichten und der Nachlauf, wenn sich die Reynolds-Zahl ändert. Die Viskosität in Gittereinheiten ist ν = (τ − 1/2)/3; eine Relaxationszeit τ zu nahe bei 1/2 macht das Schema instabil.

Für wen: Wissenschaftliches Rechnen, numerische Verfahren, numerische Strömungsmechanik: mesoskopische Modelle.

Wichtige Begriffe

  • lattice-boltzmann-verfahren
  • d2q9-satz
  • bgk-relaxation
  • wirbelstärke
  • reynolds-zahl
  • reflexion an den wänden

So funktioniert es

Im Lattice-Boltzmann-Verfahren wird die Flüssigkeit durch Verteilungsfunktionen f_i längs der diskreten Gitterrichtungen beschrieben. Bei D2Q9 gibt es neun Geschwindigkeiten; jeder Schritt besteht aus dem Stoß (Relaxation) gegen das Gleichgewicht f_i^eq und dem Transport — dem Fluss längs der Gitterbindungen — in die Nachbarzellen: f_i(x+c_i,t+1)=f_i(x,t)−ω(f_i−f_i^eq). Die Viskosität folgt aus ν=(τ−1/2)/3, die Reynolds-Zahl aus Re=UL/ν. An den Wänden und am Zylinder werden die Verteilungsfunktionen mit Richtungswechsel reflektiert (Bounce-Back).

Wichtige Gleichungen

D2Q9: f_i(x+c_i,t+1) = f_i(x,t) − ω(f_i − f_i^eq)
ν = c_s²(τ−1/2), c_s²=1/3, Re = U L / ν

Häufige Fragen

Warum verwendet das Lattice-Boltzmann-Verfahren Verteilungsfunktionen statt der Geschwindigkeit selbst?
Das Schema entwickelt Besetzungszahlen längs der diskreten Gitterrichtungen. Makroskopische Dichte und Geschwindigkeit sind Momente dieser Besetzungen, daher bleibt der Transport lokal, und Ränder lassen sich bequem durch Reflexion vorgeben.
Was steuert die Relaxationszeit τ?
Für D2Q9 mit BGK gilt in Gittereinheiten ν = (τ − 1/2)/3. Ein τ zu nahe bei 0,5 bedeutet sehr kleine Viskosität und kann zu numerischer Instabilität führen.
Worin unterscheiden sich die Kavität mit Deckel und die Zylinderumströmung?
In der Kavität erzeugt die obere Wand eine Scherung, innen bilden sich Wirbel. Bei der Zylinderumströmung sieht man Nachlauf und Ablösung, wenn die Reynolds-Zahl wächst. In beiden Fällen ist die Farbe die Wirbelstärke.