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Startseite/Biophysik, Fluide und Geowissenschaften/Hodgkin-Huxley- / FitzHugh-Nagumo-Netz

Hodgkin-Huxley- / FitzHugh-Nagumo-Netz

Erregbares Netz aus FitzHugh-Nagumo-Reduktionen: Kette oder Ring, sigmoide synaptische Kopplung, Ausbreitungsverzögerung, Wellen vom Schrittmacher und burstartige Aktivität.

Neuronennetz

16
0.11
0.85
34
180

Jeder Knoten ist eine FitzHugh-Nagumo-Reduktion der Hodgkin-Huxley-Erregbarkeit. Knoten 0 wird gereizt; Nachbarn erhalten den sigmoiden erregenden synaptischen Strom g S(v_j)(E_syn-v_i), sodass Wellen die Kette entlang oder um den Ring laufen können.

Gemessene Größen

Aktivitäteinzelne fortgeleitete Welle
erreichte Knoten16 / 16
Verzögerung erster→letzter58.9
Spikes insgesamt59
Spikes / Knoten / Zeit0.020

Schnelles FHN-Netz, kein volles leitwertbasiertes HH-Netz. Es bewahrt die Geometrie der HH-Erregbarkeit und macht die Ausbreitung über viele Knoten interaktiv.

Diagramme

Zum Modell

Ein Hodgkin-Huxley- / FitzHugh-Nagumo-Netz leitet Spikes vom Reiz zu den Nachbarn: bei schwacher Kopplung erlischt die Erregung, bei stärkerer läuft eine Welle die Kette oder den Ring entlang. Jeder Knoten ist eine FitzHugh-Nagumo-Reduktion des Hodgkin-Huxley-Modells: schnelle Spannungsvariable v und langsame Erholung w. Knoten 0 erhält einen einzelnen Impuls, einen rhythmischen Schrittmacher oder einen tonischen Strom; die Nachbarn den sigmoiden erregenden synaptischen Strom g S(v_j)(E_syn−v_i). Rhythmische Anregung gibt wiederholte Wellen und burstartige Aktivität der Population. Auf den Spuren sieht man die Ausbreitung vom ersten Knoten zum mittleren und letzten; die Aktivitätsgrafik legt mittlere Spannung und Spike-Zeitpunkte übereinander; das Phasenportrait die langsam-schnelle Schleife des gereizten Knotens. Ein volles leitwertbasiertes Hodgkin-Huxley-Netz wird nicht gelöst.

Für wen: Computerorientierte Neurowissenschaft, Biophysik und nichtlineare Dynamik: erregbare Medien und synaptische Kopplung vor vollen leitwertbasierten Netzen.

Wichtige Begriffe

  • hodgkin-huxley-modell
  • fitzhugh-nagumo
  • erregbares medium
  • synaptische kopplung
  • ausbreitungsverzögerung
  • spike-raster
  • burst-aktivität

So funktioniert es

Netz aus FHN-Reduktionen von HH: jeder Knoten hat v und w; Knoten 0 erhält den äußeren Reiz, die Nachbarn den synaptischen Strom g S(v_j)(E_syn−v_i). Bei hinreichender Kopplung laufen Spikes die Kette oder den Ring entlang. Der Schrittmacher erzeugt wiederholte Wellen und burstartige Populationsaktivität.

Wichtige Gleichungen

v̇_i = v_i − v_i³/3 − w_i + I_i + Σ g S(v_j)(E_syn−v_i), ẇ_i = ε(v_i+a−bw_i). Here S(v)=1/(1+e^{-8(v−θ)}).

Häufige Fragen

Warum FitzHugh-Nagumo statt vollem Hodgkin-Huxley an jedem Knoten?
Volle Hodgkin-Huxley-Netze sind schwerer und haben viele Kanalparameter. Die FitzHugh-Nagumo-Reduktion bewahrt die langsam-schnelle Geometrie der Erregbarkeit, sodass sich Ausbreitung und Synchronisation an vielen Knoten betrachten lassen.
Was misst die Ausbreitungsverzögerung?
Die Zeit zwischen der ersten Schwellenüberschreitung an Knoten 0 und der ersten Schwellenüberschreitung am letzten Knoten. Feuert der letzte Knoten keinen Spike, erreicht die Welle das Ende nicht.
Ist die Burst-Aktivität hier biologisch genau?
Nein. Gezeigt sind burstartige Episoden der Population aus rhythmischem Eingang und wiederholter Ausbreitung, kein Ionenmodell von Bursts mit Calcium oder Adaptationsströmen.