PhysSandbox
Klassische MechanikWellen und SchallElektrizität und MagnetismusOptik und LichtGravitation und BahnenVirtuelle Praktika
🌙Astronomie und Himmel🌡️Thermodynamik🌍Biophysik, Fluide und Geowissenschaften📐Mathematische Visualisierung🔧Ingenieurwesen🧪Chemie
DEENRUESPTFR

Ähnliche Simulationen

Machen Sie mit verwandten Themen in dieser Kategorie weiter — oder alle 65 in „Chemie“.

Ganze Kategorie →
NeuHochschule / Forschung

Gray-Scott-Modell

Simulation starten

Reaktions-Diffusions-System für die Konzentrationen u und v: Korallen, Teilung von Flecken, „Würmer“, Spiralen; Parameter D_u, D_v und Schritt Δt.

NeuHochschule / Forschung

Lindblad-Dekohärenz

Simulation starten

Zweiniveau-Bloch-Gleichung im rotierenden Bezugssystem: Treibfeld Ω, Verstimmung Δ, longitudinale Relaxation T₁ und transversaler Zerfall T₂. Der Bloch-Vektor läuft spiralförmig ins Kugelinnere — das geometrische Bild der Dekohärenz.

NeuHochschule / Forschung

Gaußsches Wellenpaket

Simulation starten

Freies Zerfließen: Breite σ(t) aus der Dispersion bei ℏ = m = 1; Orts- und Impulsunschärfe.

NeuSchule

Atomorbitale

Simulation starten

Ebene Farbkarte |ψ|² für s-, p- und d-artige Winkelverteilungen (Schulmodell, keine Hartree-Fock-Rechnung).

NeuHochschule / Forschung

Kohärenter Zustand des harmonischen Oszillators

Simulation starten

Gaußsches Paket des kohärenten Zustands |α⟩ im eindimensionalen harmonischen Topf: die Breite σ = 1/√2 bleibt fest, der Schwerpunkt folgt der klassischen Bahn ⟨x⟩(t) = √2|α|cos(ωt − φ_α).

NeuHochschule / Forschung

Bloch-Oszillationen und Wannier-Stark-Leiter

Simulation starten

Elektron im konstanten Feld E: Quasiimpuls k(t), Schwingungen x(t), Bloch-Periode T_B = 2π/(eEa) und Wannier-Stark-Leiter auf der endlichen Kette.

PhysSandbox

Interaktive Simulationen zu Physik, Chemie und Ingenieurwesen für Lernende, Lehrkräfte und alle Neugierigen.

Physik

  • Klassische Mechanik
  • Wellen und Schall
  • Elektrizität und Magnetismus

Wissenschaft

  • Optik und Licht
  • Gravitation und Bahnen
  • Astronomie und Himmel

Mehr

  • Thermodynamik
  • Biophysik, Fluide und Geowissenschaften
  • Mathematische Visualisierung
  • Ingenieurwesen
  • Chemie

© 2026 PhysSandbox. Kostenlose interaktive naturwissenschaftliche Simulationen.

DatenschutzNutzungKontakt
Startseite/Chemie/Belousov-Zhabotinsky-Reaktion

Belousov-Zhabotinsky-Reaktion

Zellulärer Automat nach Greenberg-Hastings auf dem Torusgitter: Zielwellen und rotierende Spiralen als qualitatives Analogon der BZ-Reaktion.

Anfangsmuster

Regel

12
2
1

Zellulärer Automat nach Greenberg-Hastings auf dem periodischen Gitter 180×180: eine ruhende Zelle (Zustand 0) zündet, wenn mindestens k Moore-Nachbarn im erregten Zustand 1 sind, durchläuft danach n−1 refraktäre Zustände und wird wieder ruhend. So entstehen typische Reaktions-Diffusions-Bilder — Zielwellen und Spiralen — ohne den vollen Oregonator zu integrieren.

Gemessene Größen

n (Zustände)12
k (Schwelle)2
Gitter180×180

Zum Modell

Die Belousov-Zhabotinsky-Reaktion ist das klassische Beispiel eines erregbaren chemischen Mediums: Bromationen oxidieren ein organisches Substrat in Gegenwart eines katalytischen Metalls, der Indikator wechselt periodisch die Farbe. An die Stelle der echten Oregonator-Gleichungen tritt ein qualitatives Modell — der zelluläre Automat nach Greenberg-Hastings auf einem Torusgitter. Jede Zelle hat einen von drei möglichen Zuständen: Ruhe (0), Erregung (1) und refraktäre Zustände (2…N−1). Eine ruhende Zelle erregt sich, wenn unter ihren acht Moore-Nachbarn genug erregte liegen; eine erregte Zelle durchläuft einen festen Refraktärzähler und wird erst danach wieder empfänglich. Diese grobe Skizze reicht für die zwei Hauptbilder der BZ-Reaktion: auseinanderlaufende Zielringe von lokalen Schrittmachern und Paare gegenläufig rotierender Spiralen um gerissene Fronten.

Für wen: Nichtlineare Chemie und Computerphysik: Belousov-Zhabotinsky-Reaktion als erregbares Medium; zellulärer Automat statt Reaktions-Diffusions-Gleichungen.

Wichtige Begriffe

  • belousov-zhabotinsky-reaktion
  • erregbares medium
  • zellulärer automat nach greenberg-hastings
  • spiralwellen
  • zielwellen
  • refraktärzeit
  • dissipative strukturen

So funktioniert es

Qualitatives Modell der BZ-Reaktion — zellulärer Automat nach Greenberg-Hastings auf dem Torusgitter 180×180. Jede Zelle hat einen von n Zuständen: 0 Ruhe, 1 Erregung, 2…n−1 Refraktärität. Eine ruhende Zelle erregt sich, wenn unter ihren 8 Moore-Nachbarn mindestens k erregt sind; eine erregte durchläuft n−1 refraktäre Takte und wird wieder ruhend. Diese drei Zutaten reichen für Zielwellen von lokalen Schrittmachern und Paare gegenläufig rotierender Spiralen um gerissene Fronten — wie in der flüssigen BZ-Mischung mit Ferroin-Indikator.

Wichtige Gleichungen

state(0) → 1 if Σ[neigh = 1] ≥ k
state(s) → (s+1) mod n for s ≥ 1

Häufige Fragen

Warum entstehen gerade Spiralen und nicht nur auseinanderlaufende Kreise?
Eine Spirale entsteht dort, wo die Wellenfront ein freies Ende hat: ihm fehlt ein Gegenstück, an dem sich die Front auslöschen könnte, und das Ende wickelt sich um sich selbst. Bei zufälligen Anfangsbedingungen haben Fronten genug gerissene Enden, daher verdrängen Spiralen meist die ruhigeren Zielmuster.
Was entspricht im Automaten der chemischen Refraktärzeit?
In der echten BZ-Reaktion kann eine oxidierte Katalysatorstelle (etwa Ferroin → Ferriin) erst wieder erregt werden, wenn das Reduktionsmittel nachgeliefert ist. Der ganzzahlige Zähler des Automaten spielt dieselbe Rolle: eine gerade „gezündete“ Zelle reagiert mehrere Bilder lang auf keine Nachbarschaft.
Ist das ein vollständiges Reaktions-Diffusions-Modell?
Nein. Die echte BZ-Reaktion wird durch kontinuierliche partielle Differentialgleichungen mit Diffusion beschrieben (etwa ein vereinfachter Oregonator). Der zelluläre Automat ist bewusst eine grobe Karikatur: es bleiben nur drei Zutaten (Erregungsschwelle, Refraktärität und Ausbreitung), dafür zeichnet er schnell vollflächige Muster in Echtzeit.