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Startseite/Astronomie und Himmel/Venusphasen (Galilei)

Venusphasen (Galilei)

Heliozentrische Geometrie der Venusphasen: bei oberer Konjunktion fast volle, aber kleine Scheibe; bei unterer — große Sichel. Nebenbild: Ansicht von der Erde.

Bahnen (Lehrmaßstab)

2.1 rad
0 rad
0.42

Gemessene Größen

beleuchteter Anteil86.6 %
Elongation (180°−φ)137.0 °

Zum Modell

Venusphasen, von Galilei im Fernrohr entdeckt: der volle Phasensatz wie beim Mond, aber der Winkeldurchmesser ändert sich mit der Phase — ein starkes Argument für das heliozentrische Weltbild. Venus ist ein innerer Planet: bei oberer Konjunktion fast voll, aber fern und daher klein; bei unterer — eine große Sichel. Ein einfacher geozentrischer Epizykel kann die Phasen teilweise nachahmen, stimmt aber Phase und scheinbare Größe schlechter zusammen. Das Schema ist komplanar; das Nebenbild zeigt die Beleuchtung der Scheibe nach dem Phasenwinkel. Geändert werden die Bahnwinkel von Venus und Erde und ein willkürlicher Bahnradius der Venus.

Für wen: Geschichte der Astronomie und Geometrie des Sonnensystems nach den Mondphasen.

Wichtige Begriffe

  • venusphasen
  • galilei
  • heliozentrismus
  • innerer planet
  • phasenwinkel
  • elongation
  • kopernikus

So funktioniert es

Der Phasenwinkel φ zwischen den Richtungen von der Venus zur Sonne und von der Venus zur Erde setzt den beleuchteten Anteil der Scheibe: bei φ ≈ 0° sieht man von der Erde fast die Vollphase, bei φ ≈ 180° eine dünne Sichel bei unterer Konjunktion. Der Winkeldurchmesser ist umgekehrt proportional zur Entfernung Erde–Venus, daher ist die „volle“ Venus klein und die Sichel bei unterer Konjunktion groß. Die Regler setzen die Bahnwinkel von Venus und Erde und einen willkürlichen Bahnradius der Venus; das Schema ist komplanar.

Wichtige Gleichungen

Anteil ≈ (1 + cos φ)/2 · φ — Winkel zwischen V→E und V→S an der Venus

Häufige Fragen

Warum ist die „volle“ Venus im Fernrohr klein?
Die Vollphase liegt bei oberer Konjunktion: der Planet ist weiter von uns, fast hinter der Sonne, daher ist der Winkeldurchmesser klein.
Sind Bahnneigungen und die Sonnengröße berücksichtigt?
Nein: Bahnneigungen, die endliche Sonnengröße und synodische Feinheiten entfallen. Ziel ist die Geometrie des Phasenwinkels.