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Startseite/Astronomie und Himmel/Mondphasen

Mondphasen

Gegenseitige Lage von Sonne, Erde und Mond und der synodische Monat. Der beleuchtete Anteil folgt aus dem Phasenwinkel.

Synodischer Zyklus

7.4 d

Schema Sonne–Erde–Mond (Aufsicht). Synodischer Monat ≈ 29.53 d zwischen gleichen Phasen. Der von der Erde sichtbare beleuchtete Anteil ist (1 − cos θ)/2 in diesem Kreismodell.

Gemessene Größen

Beleuchtung (Modell)50.2%

Zum Modell

Die Mondphasen folgen aus der gegenseitigen Lage von Sonne, Erde und Mond. Die Sonne beleuchtet stets die Hälfte der Mondkugel; von der Erde sieht man den Teil der beleuchteten Halbkugel, der dem Beobachter zugewandt ist. Der Phasenwinkel θ ist hier der Winkel zwischen den Richtungen zur Sonne und zum Mond von der Erde (bei θ = 0° Neumond). Der beleuchtete Anteil im Kreismodell ≈ (1 − cos θ)/2: bei 90° erstes Viertel, bei 180° Vollmond. Der Zyklus von Neumond zu Neumond ist der synodische Monat, etwa 29,5 Tage. Die Bahnen sind kreisförmig und komplanar; Libration, Bahnneigung des Mondes (~5°) und Elliptizität entfallen — daher gibt es hier nicht jeden Monat eine Finsternis.

Für wen: Klasse 7–9, Astronomie: Mondphasen. Geometrie Sonne–Erde–Mond, synodischer Monat.

Wichtige Begriffe

  • mondphasen
  • synodischer monat
  • phasenwinkel
  • neumond
  • vollmond
  • erstes viertel
  • zunehmender mond
  • abnehmender mond

So funktioniert es

In der Aufsicht steht die Sonne weit links, die Erde in der Mitte, der Mond umläuft die Erde in einem synodischen Monat (~29,5 d). Die Phase folgt aus dem Winkel zwischen den Linien Erde–Mond und Erde–Sonne; der beleuchtete Anteil im Kreismodell ~ (1 − cos θ)/2. Gezeigt sind Bahnskizze und Mondansicht mit Terminator. Das ist ein geometrisches Schema, keine Ephemeriden.

Wichtige Gleichungen

sichtbarer beleuchteter Anteil ∝ (1 − cos θ) / 2 (vereinf.)

Häufige Fragen

Warum ist die Mondsichel manchmal am Tag sichtbar?
Die Phase hängt von der Lage des Mondes zu Sonne und Erde ab, nicht von der Tageszeit. Eine Sichel bedeutet, dass der Mond am Himmel nahe der Sonne steht, daher kann man ihn am Tag sehen.
Wenn die Sonne stets die Hälfte des Mondes beleuchtet, warum ist dann nicht immer Vollmond?
Wir sehen nur den Teil der beleuchteten Hälfte, der der Erde zugewandt ist. Bei Neumond ist die beleuchtete Seite von uns abgewandt; im Viertel sieht man die Hälfte der beleuchteten Halbkugel.
Entstehen die Mondphasen durch den Erdschatten?
Nein. Die Phasen sind der wechselnde Blick auf die von der Sonne beleuchtete Halbkugel, während der Mond um die Erde läuft. Der Erdschatten verursacht nur die Mondfinsternis — ein seltenes, eigenes Ereignis.
Warum gibt es nicht bei jedem Neumond eine Sonnenfinsternis?
Die Mondbahn ist um etwa 5° gegen die Ekliptik geneigt und leicht elliptisch. Im Modell ist die Bahn kreisförmig und liegt in der Ekliptikebene; in Wirklichkeit zieht der Mond meist oberhalb oder unterhalb der Sonne vorbei.