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Startseite/Astronomie und Himmel/Elektromagnetischer Schauer (Heitler)

Elektromagnetischer Schauer (Heitler)

Verzweigung γ → e⁺e⁻ und Bremsstrahlung auf der Strahlungslänge X₀; N_max ≈ E₀/E_c, t_max ≈ log₂(E₀/E_c).

Heitler-Kaskade

2
0.08GeV
28X₀
0.05

Zufallszahl

8X₀/s

Detektor / Material

Tastenkürzel

  • •Starten Sie den Aufbau, um den Schauer Schicht für Schicht zu sehen; setzen Sie den Zufall neu für eine andere Verzweigung

Gemessene Größen

E₀100.00GeV
E_c80.0MeV
t_max (theory)10.29X₀
N_max (theory ≈ E₀/E_c)1250
erzeugte Teilchen (Sim.)2047
Maximum N(t) (Sim.)335
Tiefe des Maximums (Sim.)8.5X₀

Zum Modell

Elektromagnetischer Schauer im Heitler-Modell: Verzweigung γ → e⁺e⁻ und Bremsstrahlung auf der Strahlungslänge X₀. Auf jeder X₀ wird ein hochenergetisches Photon in ein e⁺e⁻-Paar umgewandelt, und ein geladenes Lepton strahlt ein Photon ab, bis die Energien unter die kritische Energie E_c fallen, wo die Ionisation überwiegt. Bei der Primärenergie E₀ hat das Schauermaximum die Teilchenzahl N_max ≈ E₀/E_c in der Tiefe t_max ≈ log₂(E₀/E_c) Strahlungslängen. Die Animation zeigt den Verzweigungsbaum und diese Abschätzungen; Materialvorlagen (Pb, Cu, Si, Luft) ändern X₀ und E_c. Vereinfachungen: gleiche binäre Energiehalbierung, feste Generation pro X₀, ohne laterale Ausbreitung, ohne hadronischen Kanal und ohne volle Wirkungsquerschnitte nach Monte-Carlo. Ändert man E₀, E_c und das Material, sieht man, wie ein tieferer und dichterer Schauer entsteht.

Für wen: Teilchenphysik und kosmische Strahlung im Studium: Kalorimetrie und elektromagnetische Schauer.

Wichtige Begriffe

  • elektromagnetischer schauer
  • heitler-modell
  • strahlungslänge
  • kritische energie
  • paarbildung
  • bremsstrahlung

So funktioniert es

Elektromagnetischer Schauer im Heitler-Modell: auf jeder Strahlungslänge X₀ erzeugt ein hochenergetisches Photon ein e⁺e⁻-Paar, Elektron oder Positron strahlt ein Photon ab, bis die Energien unter die kritische Energie E_c fallen. Dann gilt N_max ≈ E₀/E_c, die Tiefe des Maximums t_max ≈ log₂(E₀/E_c). Am Bildschirm — der Verzweigungsbaum und diese Abschätzungen; das Material (Pb, Cu, Si, Luft) ändert X₀ und E_c. Die Energiehalbierungen sind gleich, laterale Ausbreitung und hadronischer Kanal entfallen.

Wichtige Gleichungen

e⁻ → e⁻ + γ (each X₀) γ → e⁺ e⁻ (each X₀)
N(t) ≈ 2ᵗ, ⟨E⟩(t) ≈ E₀ / 2ᵗ, stops when ⟨E⟩ = E_c
N_max ≈ E₀ / E_c, t_max ≈ log₂ (E₀ / E_c)

Häufige Fragen

Was ist ein elektromagnetischer Schauer?
Die Vervielfachung von Teilchen in Materie: ein Photon erzeugt ein e⁺e⁻-Paar, Elektron oder Positron strahlt ein Photon ab (Bremsstrahlung), und so weiter auf der Skala der Strahlungslänge X₀. Das Heitler-Modell reduziert das auf gleiche binäre Teilungen bis zur kritischen Energie E_c, wo die Verzweigung der Ionisation weicht.
Warum skaliert N_max ungefähr wie E₀/E_c?
Im Modell gleicher Teilung verdoppelt jede Generation die Teilchenzahl und halbiert die Energien. Die Vervielfachung endet, wenn die Energien E_c erreichen, daher ist die Teilchenzahl im Maximum von der Größenordnung Primärenergie durch kritische Energie. Reale Schauer sind stochastisch und glatter, aber dieselbe Energiebilanz setzt den Maßstab.
Was bedeutet die kritische Energie E_c?
E_c ist die Energie, bei der die Strahlungsverluste (Bremsstrahlung) mit den Ionisationsverlusten vergleichbar sind. Darunter verlieren Elektronen und Positronen ihre Energie vor allem durch Ionisation und erzeugen kaum noch neue Photonen — der Schauer verzweigt sich nicht weiter.
Ist das derselbe Rechnungsgang wie in einem Geant4-Kalorimeter?
Nein. Geant4 berücksichtigt kontinuierliche Verluste, Winkelverteilungen, Vielfachstreuung und materialspezifische Wirkungsquerschnitte. Hier ist ein Lehrschema der Verzweigung: die Skalen N_max und t_max, keine Auslegungsrechnung des Schauers nach Monte-Carlo.