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Startseite/Thermodynamik/Kuramoto-Modell

Kuramoto-Modell

Phasen θ_i mit allseitiger Kopplung und Eigenfrequenzen ω_i: der Ordnungsparameter r = |N⁻¹ Σ e^{iθ_i}| wächst mit der Kopplungskonstante K — klassischer Übergang zur Synchronisation.

Simulation

10

Parameter

1.2
0.85
80

Wachsendes K bei gemäßigter Streuung der ω zieht die Phasen in einen gemeinsamen rotierenden Cluster; für die Cauchy-Verteilung im Grenzfall N→∞ gilt K_c = 2γ (Halbwertsbreite γ) — ein Richtwert, keine kritische Stelle für den gleichförmigen Kasten.

Tastenkürzel

  • •Leertaste / Enter — Start / Pause
  • •P — Pause / Fortsetzen
  • •R — Phasen und ω zurücksetzen

Gemessene Größen

Ordnung r = |Z|0.0000
arg Z0.0°
Zeit0.00
N80

Zum Modell

Das Kuramoto-Modell ist das kanonische Beispiel kollektiver Synchronisation im mittleren Feld: N Phasenoszillatoren mit Eigenfrequenzen ω_i und allseitiger Kopplung der Stärke K. Der komplexe Ordnungsparameter Z = r e^{iψ} = N⁻¹ Σ_j e^{iθ_j} liefert die Gleichung θ̇_i = ω_i + K r sin(ψ − θ_i) — dasselbe wie die volle Summe (K/N) Σ_j sin(θ_j − θ_i), aber in O(N) pro Schritt. Die Rechnung integriert die DGL mit dem Runge-Kutta-Verfahren 4. Ordnung, zeichnet jeden Oszillator auf dem Einheitskreis (die Farbe kodiert ω_i), zeigt Z als goldenen Pfeil und rechts r(t) als Maß der Kohärenz. Mit K und der Frequenzstreuung sieht man teilweise und nahezu vollständige Synchronisation bei endlichem N; das genaue kritische K hängt von der Verteilung der ω und vom Grenzfall N → ∞ ab.

Für wen: Nichtlineare Dynamik und Statphysik im Studium: gekoppelte Oszillatoren und Ordnungsparameter.

Wichtige Begriffe

  • Kuramoto-Modell
  • Synchronisation
  • Ordnungsparameter
  • mittlere Feldkopplung
  • Runge-Kutta-Verfahren
  • Phasenoszillator

So funktioniert es

Kuramoto-Modell: θ̇_i = ω_i + (K/N) Σ_j sin(θ_j − θ_i); auf dem Bildschirm Phasen auf dem Kreis, goldener Pfeil Z = r e^{iψ} und Graph r(t). Schieberegler K, Streuung der ω (gleichverteilt ±Δω), N; Integration mit Runge-Kutta 4. Ordnung. Für die Cauchy-Verteilung im Grenzfall großen N ist die kritische Kopplung K_c = 2γ (Halbwertsbreite γ) — ein Richtwert für die Intuition.

Wichtige Gleichungen

θ̇_i = ω_i + (K/N) Σ_j sin(θ_j − θ_i). With Z = r e^{iψ} = N⁻¹ Σ_j e^{iθ_j}, the sum becomes K r sin(ψ − θ_i), so each oscillator feels the mean field of the population.

Häufige Fragen

Warum ist die Dynamik O(N), obwohl im Lehrbuch eine Summe über j steht?
Weil Σ_j sin(θ_j − θ_i) = Im(e^{-iθ_i} Σ_j e^{iθ_j}) = N r sin(ψ − θ_i). Die ganze Population geht nur über die zwei Zahlen r und ψ ein.
Bedeutet r = 1 vollständige globale Synchronisation?
In der Regel heißt r ≈ 1, dass fast alle Phasen in einem gemeinsamen rotierenden Cluster liegen; streng r = 1 ist bei nichtverschwindender Streuung der ω ohne sehr großes K selten erreichbar.
Was bedeutet die Bemerkung K_c = 2γ für die Cauchy-Verteilung?
Im Grenzfall N → ∞ verliert der inkohärente Zustand für Cauchy-Frequenzen mit Halbwertsbreite γ die Stabilität bei K_c = 2γ. Das ist ein Richtwert, keine kritische Stelle für die Gleichverteilung der Frequenzen auf dem Bildschirm.