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Startseite/Biophysik, Fluide und Geowissenschaften/Mittelozeanischer Rücken: magnetische Streifen

Mittelozeanischer Rücken: magnetische Streifen

Symmetrische Streifen wachsen an der Spreizungsachse bei Polaritätswechseln — Lehrschema nach Vine–Matthews–Morley.

Spreizung und Polaritätswechsel

12
26
0.04 My

Neuer Basalt an der Achse speichert die aktuelle Polarität des geomagnetischen Feldes. Mit dem Auseinanderweichen der Platten bewahren ältere Streifen vergangene Umkehren — Symmetrie zur Achse (Skizze nach Vine–Matthews–Morley). Farben schematisch, keine Anomalienamplituden.

Gemessene Größen

Gespeicherte Feldumkehren0
Hinzugefügte Streifen (je Seite)0
Modell-„Halbalter“ nach der Breite0.00 My

Echte Messungen zeigen spiegelbildliche Blöcke normaler und umgekehrter Magnetisierung; hier sind Millionen Jahre auf Sekunden gestaucht, damit der Zusammenhang von Spreizung und Muster sichtbar wird.

Diagramme

Zum Modell

Magnetische Streifen am mittelozeanischen Rücken: an einer konstruktiven Lithosphärengrenze entsteht ozeanische Kruste symmetrisch zur Achse. Kühlt Basalt unter die Curie-Temperatur, speichert er die Richtung des geomagnetischen Feldes als remanente Magnetisierung. Mit dem Auseinanderweichen der Platten trägt ältere Kruste vergangene Polaritäten; Feldumkehren ergeben spiegelbildliche Streifen normaler und umgekehrter Magnetisierung — Grundlage der marinen magnetischen Anomalien und der Prüfung der Ozeanbodenspreizung (Vine–Matthews–Morley). Hier ein Trickfilm über einen eindimensionalen Streifenstapel mit einstellbarer Spreizungsgeschwindigkeit und Statistik der Polaritätswechsel; die Farben sind schematisch, keine Anomalienamplituden.

Für wen: Einführung in die Plattentektonik, marine Geophysik, Erdgeschichte.

Wichtige Begriffe

  • mittelozeanischer rücken
  • magnetische anomalie
  • feldumkehr
  • ozeanbodenspreizung
  • vine–matthews–morley

So funktioniert es

An der Rückenachse wächst neue Kruste zweier Polaritäten. Jeder Schritt legt einen Streifen an der Achse an und schiebt die älteren nach außen; der Polaritätswechsel folgt einem Streifenzähler oder dem Zufall. „Millionen Jahre je Streifen“ ist eine Lehr-Altersachse nach der Halbbreite. Auf der Karte die Spiegelsymmetrie; gezählt werden Umkehren und Streifenzahl.

Häufige Fragen

Sind das echte Spreizungsraten oder Chron-Alter?
Nein. Der Streifenschritt ist eine Lehruhr; „Millionen Jahre je neuen Streifen“ ist eine schematische Altersachse für die Intuition, keine geeichte geologische Zeitskala.
Warum zwei Farben statt Anomalienprofile?
Ziel sind die Symmetrie und das Entstehen der Streifen an der Achse. Echte Profile hängen von der Messhöhe, tagesperiodischen Variationen und der Magnetisierungsrichtung ab — das ist hier weggelassen.