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Startseite/Elektrizität und Magnetismus/Stabmagnet und Eisenfeilspäne

Stabmagnet und Eisenfeilspäne

Verschiebbarer Stabmagnet auf einer Unterlage: jedes Feilspan-Stäbchen stellt sich nach dem lokalen Feld B zweier Punktpole.

Stabmagnet

180 px
60000
0°

Feilspäne

34

Der Stabmagnet wird durch zwei entgegengesetzte Punktpole ±q an seinen Enden angenähert. An jedem Ort ist das Feld die Summe zweier Beiträge ∝ 1/r²; jedes Feilspan-Stückchen ist ein kurzer Strich längs der lokalen Richtung von B, die Helligkeit ∝ |B|. So treten die geschlossenen Feldlinien von N nach S von selbst hervor.

Tastenkürzel

  • •Ziehen Sie am Körper, um den Magneten zu verschieben
  • •Umschalttaste + Ziehen zum Drehen
  • •Mit dem Winkelschieber drehen Sie genau

Gemessene Größen

Länge180px
Winkel0°
Polstärke60000

Zum Modell

Den Stabmagneten nähern wir durch zwei entgegengesetzte magnetische Pole ±qₘ an den Enden des Stabes an. Das Magnetfeld an jedem Ort ist die Summe zweier Beiträge ∝ 1/r²: B = (μ₀/4π) Σ qₘ r̂/r². Einige Tausend kurze Striche — virtuelle Eisenfeilspäne — liegen auf dem Bildschirm und drehen sich in jedem Bild längs der lokalen Richtung von B; ihre Helligkeit wächst mit |B|, daher „leuchtet“ die Umgebung der Pole, und die geschlossenen Feldlinien von N nach S treten von selbst hervor. Den Magneten kann man verschieben und drehen und sehen, wie das Feldbild seiner Bewegung folgt.

Für wen: Einstieg in den Magnetismus und in Feldlinien; passt zu Magnetfeld und Hall-Effekt.

Wichtige Begriffe

  • Stabmagnet
  • Magnetfeldlinien
  • magnetische Pole
  • Eisenfeilspäne
  • Feldbild
  • Dipolfeld

So funktioniert es

Der Stabmagnet ist durch zwei entgegengesetzte Punktpole ±qₘ an seinen Enden angenähert: das Magnetfeld an jedem Ort ist die Summe zweier Beiträge ∝ 1/r², B = (μ₀/4π) Σ qₘ r̂/r². Einige Tausend kurze Striche — virtuelle Eisenfeilspäne — liegen auf dem Bildschirm und drehen sich in jedem Bild längs der lokalen Richtung von B, mit Helligkeit ∝ |B|. So treten die geschlossenen Feldlinien von N nach S von selbst hervor. Den Magneten kann man verschieben und drehen — das Feldbild folgt seiner Bewegung.

Wichtige Gleichungen

B(r) = Σ_p (q_p / |r − r_p|³)·(r − r_p) (Zweipol-Modell)
Ein Feilspan stellt sich längs der lokalen Richtung von B (Drehmoment = 0 nur bei paralleler Lage).

Häufige Fragen

Sind echte Eisenfeilspäne etwa magnetische Monopole?
Nein. Jedes Spänchen wird selbst zu einem kleinen induzierten Magneten: es polarisiert sich längs des lokalen Feldes und dreht sich so, dass seine eigene Achse N–S mit B zusammenfällt. Der sichtbare Effekt — Striche, die die Feldlinien nachzeichnen — ist genau das, was hier gezeichnet wird.
Wie genau ist das Zweipol-Modell fern vom Magneten?
Weit weg von jedem Magneten sieht das Feld wie das eines magnetischen Dipols aus, und unsere zwei entgegengesetzten Pole geben das genau wieder. In der Nähe ist das Modell eine nützliche, aber grobe Skizze: sie lässt die räumliche Magnetisierung im echten Stab weg.
Warum sind die Feldlinien geschlossen?
Die Gleichung ∇·B = 0 bedeutet, dass Magnetfeldlinien im leeren Raum weder beginnen noch enden — sie schließen sich stets: sie treten am Nordpol aus, umlaufen den Raum und kehren in den Südpol zurück.