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Startseite/Chemie/Hückel-Verfahren: π-Orbitale

Hückel-Verfahren: π-Orbitale

Säkularmatrix H = αI + βA für Butadien und Benzol; Eigenenergien und Karten der Linearkombinationen auf dem π-Gerüst.

π-System

0
-1

α ist auf 0 gesetzt; Energien E = α + βμ.

Tastenkürzel

  • •Vorlagen Butadien / Benzol
  • •Schieber β ändert E − α

Gemessene Größen

ε = (E−α)/β 2.0000·E − α -2.0000

Adjazenzmatrix A (H = αI + βA)

010001
101000
010100
001010
000101
100010

Energien der π-MO (β < 0)

MO-Karte (LCAO an den Kohlenstoffen)

0.41C10.41C20.41C30.41C40.41C50.41C6

Zum Modell

Das Hückel-Verfahren beschreibt die π-Konjugation durch einen Hamilton-Operator mit einem p_z-artigen Orbital je konjugiertem Kohlenstoff: H = αI + βA, wobei A die Adjazenzmatrix des Graphen ist (β zwischen gebundenen Nachbarn, sonst null). Die Diagonalisierung von H liefert die MO-Energien E_k = α + βμ_k; μ_k sind die Eigenwerte von A, die Komponenten der Eigenvektoren die LCAO-Koeffizienten an den Kohlenstoffatomen. Butadien ist ein Weg aus vier π-Zentren, Benzol ein Sechsring mit entarteten π-Niveaus. Auf dem Bildschirm stehen die Matrix A, die MO-Energien für β < 0 und eine schematische Amplitudenkarte des gewählten Orbitals. Die Zahl der π-Elektronen, unterschiedliche Coulomb-Integrale α, die σ–π-Trennung, die Nichtorthogonalität der Überlappung und die Elektronenkorrelation bleiben unberücksichtigt: das ist nur die Einführung in das π-System.

Für wen: Organische Chemie parallel zur Molekülorbitaltheorie; neben den Seiten zu homonuklearen Zweiatomern und zum Kristallfeld.

Wichtige Begriffe

  • Hückel-Verfahren
  • Säkulargleichung
  • LCAO
  • Resonanzintegral
  • Konjugation
  • entartete Orbitale

So funktioniert es

Hückel-Hamilton-Operator H = αI + βA, A Adjazenzmatrix der π-Kohlenstoffe. Die Eigenwerte μ von A geben E = α + βμ; bei β < 0 liegen große μ energetisch tiefer. Die Eigenvektoren sind die LCAO-Koeffizienten. Butadien ist eine Kette aus vier Zentren, Benzol ein Sechsring mit Entartungen.

Wichtige Gleichungen

Säkulargleichung: det(H − EI) = 0 , H_ij = αδ_ij + βA_ij
E_k = α + βμ_k (μ_k Eigenwert von A)

Häufige Fragen

Warum schreibt man die Eigenwerte von A als μ = (E−α)/β?
Bei gleichem α auf allen Kohlenstoffen führt Subtraktion von α und Division durch β die Aufgabe auf die Diagonalisierung von A zurück. μ ist dimensionslos, β setzt die Energieskala.
Sagt das Verfahren die Bindungslängen im Benzol voraus?
Nicht quantitativ. Die Bindungsordnung aus der π-Besetzung kann man qualitativ besprechen; die Geometrie verlangt den Schritt über die minimale parametrisierte Hückel-Näherung hinaus.
Warum weichen die numerischen Eigenwerte etwas von den Tafelwerten ab?
Die numerische Diagonalisierung arbeitet mit Toleranzen; entartete Paare können als nahe Aufspaltungen erscheinen. Das qualitative Niveaubild und die Entartungen stimmen mit der analytischen Hückel-Lösung überein.