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Startseite/Gravitation und Bahnen/Chirp eines GW-Doppelsystems

Chirp eines GW-Doppelsystems

Annäherung einer kompakten Doppelquelle in führender postnewtonscher Ordnung: Frequenz f(τ) ∝ τ^(−3/8), Dehnung h(t) ∝ M_c^(5/3) f^(2/3) / D_L. Man stellt die Komponentenmassen und die Leuchtkraftentfernung ein; die Frequenz bricht an der innersten stabilen Kreisbahn von Schwarzschild ab.

Doppelsystem in der Annäherung

30 M⊙
30 M⊙
400 Mpc
2 s

Führende postnewtonsche Annäherung eines kompakten Doppelsystems (von vorn, l = 0). Die Frequenz folgt f(τ) = (1/8π)(5/256 τ)^(3/8) (GM_c/c³)^(−5/8) mit τ = t_c − t, und die Dehnungsamplitude skaliert wie h ∝ M_c^(5/3) f^(2/3) / D_L. Die Chirp-Masse M_c = (m₁ m₂)^(3/5)/(m₁+m₂)^(1/5) ist das, was LIGO und Virgo aus dem frühen Chirp messen. Die Animation friert an der Frequenz der innersten stabilen Kreisbahn von Schwarzschild ein, f_ISCO = c³/(6√6 π G M) — jenseits davon übernehmen Verschmelzung und Abklingen aus der numerischen Relativität.

Gemessene Größen

Chirp-Masse M_c26.117 M⊙
Gesamt-M60.00 M⊙
η0.2500
f_ISCO73.29 Hz

Zum Modell

Der Chirp eines GW-Doppelsystems: Gravitationswellen einer kompakten Doppelquelle in der Annäherung, in führender postnewtonscher Ordnung. Die Frequenz folgt f(τ) ∝ τ^(−3/8), die Dehnungsamplitude h(t) ∝ M_c^(5/3) f^(2/3) / D_L, wobei τ die Zeit bis zur Verschmelzung ist und die Chirp-Masse M_c = (m₁m₂)^(3/5)/(m₁+m₂)^(1/5). Neben den umlaufenden Körpern laufen die Graphen h(t) und f(t); die Frequenz wird an der innersten stabilen Kreisbahn von Schwarzschild eingefroren — das Modell beschreibt nur die Annäherung. Annahmen: kreisförmige Annäherung in führender Ordnung, ohne vollständige Welle der Verschmelzung und des Abklingens, ohne Spin. Man ändert die Massen m₁, m₂ und die Leuchtkraftentfernung D_L: dieselbe Kombination M_c entnehmen LIGO und Virgo dem frühen Signalabschnitt.

Für wen: Gravitationswellenastronomie und ART im Studium: kompakte Doppelsysteme, postnewtonsche Annäherung.

Wichtige Begriffe

  • gravitationswellen
  • chirp eines doppelsystems
  • chirp-masse
  • postnewtonsche annäherung
  • dehnungsamplitude
  • leuchtkraftentfernung
  • kompaktes doppelsystem
  • innerste stabile kreisbahn

So funktioniert es

Ein kompaktes Doppelsystem strahlt Gravitationswellen ab und nähert sich. In führender postnewtonscher Ordnung wächst die Frequenz wie f(τ) ∝ τ^(−3/8), die Dehnung wie h(t) ∝ M_c^(5/3) f^(2/3) / D_L, wobei M_c die Chirp-Masse ist. Am Bildschirm: die Bahn des Paars und die Graphen h(t), f(t). Die Frequenz wird an der innersten stabilen Kreisbahn von Schwarzschild eingefroren: Verschmelzung und Abklingen werden nicht modelliert.

Häufige Fragen

Warum messen die Detektoren zuerst die Chirp-Masse?
In führender Ordnung hängt die Phasenentwicklung von der Kombination M_c ab, nicht von m₁ und m₂ einzeln. Der Abgleich von f(t) in der frühen Annäherung legt M_c daher fest. Getrennte Massen brauchen höhere Ordnungen, Spin oder die Verschmelzung selbst.
Wie wirkt sich die Entfernung auf das Signal aus?
Die Dehnung h skaliert wie 1/D_L, der Frequenz-Chirp f(τ) nicht: ein ferneres Doppelsystem ist leiser, chirpt bei gleichen Massen aber ebenso. Die Amplitude setzt die Entfernung; die Chirp-Geschwindigkeit nicht.
Warum wird die Frequenz an der innersten stabilen Kreisbahn eingefroren?
Das Lehrbeispiel bricht die postnewtonsche Annäherung nahe der innersten stabilen Kreisbahn von Schwarzschild ab, statt eine volle Welle aus Verschmelzung und Abklingen anzuhängen. Echte LIGO-Wellenformen laufen durch die Verschmelzung weiter; hier markiert das Einfrieren das Ende der einfachen Beschreibung der Annäherung für nicht rotierende Löcher.