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Startseite/Biophysik, Fluide und Geowissenschaften/Daisyworld: Klimaregulation

Daisyworld: Klimaregulation

Schwarze und weiße Gänseblümchen auf kahlem Boden ändern die Planetenalbedo; Vergleich T(L) mit einem leblosen Planeten — Lehrmodell von Watson–Lovelock.

Planet und Leuchtkraft

1 ×
0.25
0.75
0.5

Bilanz σT⁴ = (1−⟨α⟩) L S₀/4, ⟨α⟩ = b α_b + w α_w + (1−b−w) α_g. Wachstum nach lokalen Flecktemperaturen T_i = T + q(⟨α⟩−α_i): schwarze wärmer als der Mittelwert, weiße kälter; die freie Fläche 1−b−w wird besiedelt.

Wachstum und Sterben

1.1
1.1
0.35
1.5 ×

Komfortfenster (K)

265 K
285 K
278 K
302 K

Gemessene Größen

Oberflächentemperatur T-39.11 °C
T schwarzer Flecken-34.1 °C
T weißer Flecken-44.1 °C
Mittel ⟨α⟩0.500
Bedeckung schwarz b8.0 %
Bedeckung weiß w8.0 %
kahler Boden84.0 %
T nur kahler Boden-39.11 °C

Lehrbeispiel: Leben ist an die Albedo gekoppelt und kann die Empfindlichkeit des Klimas gegenüber der Leuchtkraft des Sterns mildern — immer noch eine Skizze, kein Biosphärenmodell.

Diagramme

Grau — Gleichgewicht bei festem α des kahlen Bodens. Grün — nach dem Einlaufen der Gänseblümchen bei jedem L (ansteigendes L). Die Regulation verengt das Band T(L).

Zum Modell

Daisyworld (Watson–Lovelock) ist ein Lehrmodell der Klimaregulation durch Leben über die Albedo. Schwarze und weiße Gänseblümchen und kahler Boden setzen das Mittel ⟨α⟩; die Bilanz lautet σT⁴ = (1−⟨α⟩) L S₀/4. Das Wachstum jeder Art hängt von der lokalen Flecktemperatur T_i = T + q(⟨α⟩ − α_i) ab: schwarze sind wärmer als der Mittelwert, weiße kälter; die Sterberate setzt den Umsatz der Bedeckung. Beim Gang der Leuchtkraft L hält der bewohnte Planet ein engeres Band T als derselbe Planet mit fester Albedo des kahlen Bodens. Breiten, Wolken, Boden als Medium und Evolution fehlen — nur die Kopplung der Bedeckung an die Reflexion.

Für wen: Biogeochemie, Astrobiologie und nichtlineare Dynamik: Gaia-Hypothese, Albedo-Rückkopplungen.

Wichtige Begriffe

  • Daisyworld
  • gaia-hypothese
  • albedo
  • homöostase
  • leuchtkraft
  • Watson–Lovelock

So funktioniert es

Bilanz σT⁴ = (1−⟨α⟩) L S₀/4; Anteile schwarzer und weißer Gänseblümchen auf kahlem Boden. Wachstum nach lokalen T_i = T + q(⟨α⟩ − α_i): schwarz wärmer, weiß kälter. Auf dem Bildschirm: T(t), Bedeckung und Vergleich T(L) mit der reinen Bodenkurve nach dem Einlaufen bei jedem L.

Häufige Fragen

Sind das realistische Pflanzen?
Nein. Das Modell ist bewusst minimal: keine Breiten, keine Wolken, kein Boden und keine Evolution — nur die Kopplung des Lebens an das Reflexionsvermögen.
Warum kann T(L) von der Kurve des kahlen Bodens abweichen?
Das Mittel ⟨α⟩ hängt von den Anteilen schwarzer und weißer Gänseblümchen ab, und die von den lokalen Temperaturen, die durch die eigene Albedo verschoben sind. Die geschlossene Schleife mildert die Empfindlichkeit von T gegenüber der Leuchtkraft im Vergleich zu fester Albedo.
Was geschieht, wenn die Gänseblümchen aussterben?
Der Planet kehrt zur Albedo des kahlen Bodens zurück, und T(L) fällt mit der grauen Kurve ohne Leben zusammen. Die Regulation entfällt.