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Startseite/Astronomie und Himmel/Milanković-Zyklen

Milanković-Zyklen

Exzentrizität, Achsneigung und Präzession setzen eine Lehrkurve der Einstrahlung in hohen Breiten und den Rhythmus der Eiszeiten.

Bahnparameter

0.0167
23.44 °
90 °

Gemessene Größen

Jahresmittel, 65° N (Lehrbeispiel)0.1555
Jahresmittel, 65° S (Lehrbeispiel)0.1585

Zum Modell

Milanković-Zyklen: langsame Änderungen der Exzentrizität der Erdbahn, der Achsneigung und der Präzession der Äquinoktien verschieben Verteilung und Saisonalität der Einstrahlung, besonders in hohen nördlichen Breiten, wo die Gletscher reagieren. Bänder um 100 000, 41 000 und 19–23 000 Jahre erscheinen in paläoklimatischen Aufzeichnungen, aber volle Eiszeitzyklen brauchen den Kohlenstoffkreislauf und die Albedo — das fehlt hier. Der Graph ist eine vereinfachte mittlere Tageseinstrahlung bei 65° N über das Jahr: Deklination aus der Neigung, keplerscher Distanzfaktor aus der Exzentrizität, Phase der Präzession. Die Regler setzen e, ε und die Präzessionsphase.

Für wen: Kurse „Erde und Kosmos“: Himmelsmechanik und Paläoklima.

Wichtige Begriffe

  • milanković-zyklen
  • exzentrizität
  • achsneigung
  • präzession
  • einstrahlung
  • eiszeiten

So funktioniert es

Drei langsame Bahnparameter — Exzentrizität e, Achsneigung ε und Präzessionsphase — ändern die Einstrahlung auf der Breite (hier 65° N). Vereinfacht: die Sonnendeklination folgt einem Sinus über das Jahr mit einer Amplitude, die an ε gebunden ist; die Sonnenentfernung wird im keplerschen Sinn durch (1−e²)/(1+e cos ν) moduliert; die Präzession verschiebt, an welchem Tag des Jahres das Maximum nahe dem Perihel liegt. Die Kurve ist ein qualitativer Index, kein Klimamodell.

Wichtige Gleichungen

sin δ = sin ε sin λ_app · Maßstab r: (1−e²)/(1+e cos ν)

Häufige Fragen

Kann man daraus die nächste Vereisung vorhersagen?
Nein — nur die Größenordnung des Bahnantriebs auf die Einstrahlung, ohne Gletscher- und CO₂-Modell.
Warum gerade 65° N?
Historisch ein häufiger Index wegen der Empfindlichkeit des laurentidischen Eisschilds; das ist eine Konvention der Literatur.