Seismik: Geschwindigkeit der Unterlage aus der Kopfwelle

Unbekanntes Zweischichtprofil. Messen Sie den Ersteinsatz bei großen Abständen und bestimmen Sie v₂ aus der Ausgleichsgeraden t gegen x.

Ziel des Versuchs

v₂ aus dem Kopfwellenzweig t = t₀ + x/v₂ bestimmen. Die Steigung von t gegen x ist gleich 1/v₂.

Geräte

  • Sprengpunkt
  • Geophonprofil
  • Unbekanntes Zweischichtprofil
  • Stoppuhr für den Ersteinsatz

Versuch

Theorie

Ist die untere Schicht schneller, kommt bei großen Abständen zuerst die Kopfwelle. Ihr Hodograph ist linear: dt/dx = 1/v₂. Der Aufbau blendet v₁, v₂, H und die Kennzeichnung „Kopfwelle möglich“ aus. Die laufende Geophonzeit ist die Messanzeige. Nehmen Sie Abstände weit hinter dem Knickpunkt; der nahe reflektierte Ast ist keine Gerade mit der Steigung 1/v₂.

Durchführung

  1. Schichtgeschwindigkeiten und Mächtigkeit bleiben verborgen. Ändern Sie nur den Geophonabstand x.
  2. Beobachten Sie die laufende Ersteinsatzzeit. Speichern Sie bei großen Abständen (etwa ab 40 km), wo der Ersteinsatz die Kopfwelle ist.
  3. In die Zeile kommen x und t. Wiederholen Sie das für mindestens 6 Abstände in einem weiten Bereich.
  4. Bestimmen Sie die lineare Ausgleichsgerade t gegen x; v₂ = 1 / Steigung. Vergleichen Sie mit dem Referenzwert.

Schlussfolgerung

Die bestimmte Geschwindigkeit v₂ stimmt mit der verborgenen Unterlage überein. Wesentliche Unsicherheiten: Beimischung naher Reflexionszeiten und Rauschen der Stoppuhr.